Wahaabiah  وهابية   Wahabiten    antropomorphe Glaubneslehre

Gruppen /Sekten


 

Aqiidah Grundüberzeugungen

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Sekten,

die sich als Muslime definieren.

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Ahmadyyiah

Antropomorphisten

Bektashi (heute)

Demokraten

Dschabariyyah

Hizbu-t-Tahrir

Ikhwaani

Islamische Kirche

Islamischer Staat

Ismailiten

Khawaaridsch

Kulturisten

Liberale

Modernisten

Muschabihah

Mu'tazilah

Qadariyyah

Salafiten

Säkularisten

Schiiten

Wahabiten

usf.

 

einige Sekten,

welche sich eher nicht als Muslime definieren.

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Aleviten

Assassinen

Bahai

Drusen

 

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einige andere

manchmal mit dem Islam assoziierte Sekten

Gurdieff&Co

Schuon&Co

 

 

   

Der Name "Wahbiuun, bzw. Wahabi oder Wahabiten" geht auf die Lehren des Muhhammad Ibn Abd al-Wahhab (محمد بن عبد الوهاب‎‎) - aus dem Nadschd in Arabien - zurück; geboren 1703 in Aiyaina im heutiges Saudi-Arabien; gestorben 1792. Die Aqiidah (Glaubneslehre) der ursprünglichen Wahababiten wird heute besonders durch  (1431 / 12010) die Salafiyah zu Ausdruck gebracht, doch gibt es eine Reihe von  Gruppierungen, wie etwa Ihhwaan al Muslimiin, Ahle Hadiith, Hhizbu-t-Tahhriir, usw., die - was auch immer ihre Absichten gewesen sein mögen oder sind -  mehr oder weniger zu den wahaabitisch geprägten Gruppen gehören. Während sich die ursprünglichen Vertreter des Wahabismus sich längst als Könige prgamatsiert haben, sind die neueren Vertreter des Wahabismus mit dieser Abweichung von ihrer ursprünglichen Irrlehre - die keine Könige beabsichtigte - keineswegs einverstanden.

 

 Gelegentlich hier die Geschichte der Glaubneslehre und Entstehung der Wahaabiten verlinken.

 

 

 

 

Die giftige Saat der Wahabiten Saudi-Arabien & die USA tun so, also ob sie den "Islamischen Staat" bekämpfen würden und sind zugleich dessen geistige Väter; die einen ursprünglich, die anderen aktuell. Wie üblich in Medienberichten sind auch in diesen Wahrheiten mit den üblichen billigen Slogans vermischt.

 

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Welcher Terror sollte zuerst bekämpft werden: IS, ISrael oder US? 

Fragt sich von wem, so doch die aktuelle Anti-IS-Koalition keineswegs besser ist wie IS, so sie die zionistische Terrororganisation nicht nur mit Waffenlieferungen unterstützt, sondern deren Vertreter auch am roten Teppich empfängt. Wer hat angefangen? ..... und IS erfüllt momentan noch indirekt die Interessen von ISrael und der US; also wer sollte da was tun? Angenommen, all die Mainstreamberichte wären wahr, dann sind "Zionisten" (ISrael) und "IS" (Islamischer.Staat) und US- ihrer Bereitschaft - den Verbrechen nach beurteilt - prinzipiell auswechselbar. Während bei ISrael und US das Terrorausmass über die Jahrzehnte bereits bestens dokumentiert, überprüft und nicht zu überbieten ist, bleibt bei IS und Co. noch abzuwarten, was von den medial konstruierten, und anfangs US-Unterstützten Bösewichten übrigbleibt. Selbst wenn die Berichte über den IS wären weitgehend erfunden wären, so reichen allein deren Irrlehren zur Ablehnung. Anderseits: Wer sich wundert, dass nach dem anhaltenden Völkermord durch ISrael, US und Mitläufer, unter Islambekennern weltweit auch Sympathien für IS&Co aufkommen, der ist dumm; also wer sich wundert ist dumm. Nichts hat soviel Terror und Zerstörung hervorgebracht, wie die Demokratiezüge gegen Muslime unter dem Deckmantel der Terrorbekämpfung, welche mit der selbstinszenierten Sprengung der Türme von New York neu aufgelegt wurden, tatsächlich aber unter anderen Namen viel älter sind. Als Nebenerscheinung dieser Kriege gegen islamische Gebiete, werden immer mehr Flüchtlinge nach Europa zu ihren Mördern gedrängt. Zuerst bekommen sie Bomben auf ihre Köpfe und dann sollen sie sich bei den Bombenwerfern integrieren. Wenn es sich bei den Kriegen gegen Muslime eigentlich um Rohstoffzugriffe und/oder zum Erhalt der "Freiheit" dreht -was auch immer damit gemeint sei -, so entschuldigt das nichts.  M. Abu Bakr Müller (1436 / Dezember 2014)

 

427 Salafiyah  سلفية  - eine Mutation der Wahabiten (auch Salafi oder Salafiten genannt)   .... Im Sinne ihrer 'aqiidah (Glaubensgrundüberzeugung) sind Salafiyah die ursprünglichen Wahhabiten, benannt nach محمد بن عبد الوهاب‎‎ (Ibn`Abd al-Wahhab), dessen anthropomorphe Ansichten mittlerweile weltweite Verbreitung fanden und heute werden all jene Gruppen als Wahabiten bezeichnet, die sich in seiner geistigen Nachfolge befinden. Die heutigen Salafiyah, wollen allerdings ihre wahabitischen Lehrmeister nicht in den Vordergrund stellen, da sie ja vorgeben nur Qur'aan und Sunnah zu folgen. .... von Muhammad Abu Bakr Müller  (Schauwaal 1431 - Oktober 2010)

 

339  Tarnkappen-Journalisten und die Mär von der radikalen Süssholz-Fraktion  ....Nachdem es den deutschen Sicherheitsbehörden erfreulicherweise gelungen zu sein scheint, nach monatelangem Einsatz eine schon im Mai in Presseberichten erwähnte Gruppe potentieller Massenmörder dingfest zu machen, die angeblich von sich behaupten, Anhänger des Islam zu sein, übertreffen sich die unterschiedlichen Vertreter der Journalistenzunft gegenseitig darin, im Nebel herumzustochern und den geneigten Lesern ihrer Blätter und Internetausgaben ihre einmaligen sensationellen Hintergrundinformationen zu verkaufen........

 

259  The Feet In ssalaaht - The Salafi Error Below is a booklet published by the Mujlisul Ulama of South Africa regarding the feet in ssalaah and the errors the Salafis have brought into this. It has been taken from their excellent website, where you can also find other books, insha'allah. The link is at the end of the document, insha'allah.

 

188 The Doctrine of Ahl Al-Sunna Versus the "Salafi" Movement  PDF  Introduction by Shaykh Hisham Muhhammad Kabbani / Los Altos, California / 1 Muharram 1418), -  Ahl Al-Sunna Condemnations of the Wahabi / Salafi Heresies (a selected Bibliography),  -  AHhadiith on Khawarij which the scholars consider to apply to the Wahabis,  - Jamil Effendi al-Zahawi's " al-Fajr al-sadiq fi al-radd `ala munkiri al-tawassul wa al-khawariq" (The True Dawn: A Refutation of Those Who Deny The Validity of Using Means to Allah and the Miracles of Saints

 

186  Repudiation of The Blasphemy That Allah is in the Sky and that He Ascends the Throne.......Being A Learned Discussion About the Meaning of the Verse of Istiwa and the hadiith of the Slave Girl.........Imam Malik’s Response to a Question Addressed to Him on the Meaning of Allah’s Istiwa on the Throne ..By Muhhammad William Charles al-Hanifi .

 

144  On the necessity of following qualified Islamic scholarship. The principal of accepting the ruling of the Illustrious Ulama, the qualified scholars of the past have been much maligned. Those choosing to safeguard their deeni lives by accepting qualified authority are being attacked. Thieves of Deen and their ignorant followers are accusing Muslims of being blind followers and are even labeling Muslims unbelievers, apostates, polytheists. Because of lack of sound knowledge as to the true position of Rasulullah SalAllahu alaihi wa sallim and the honored Sahaaba Akram RathiAllah u anhumma ajma'een, Pseudo scholars calling themselves " Salafi" are leading many of our Muslim youth astray. These evil so-called Ulama attack new converts to Islam and steal their Imaan [belief] by pretending to be Islamic scholars.

 

143  Muhkamat & Mutashabihat Ayat in Qur'aan  "Muhkamat Ayat": These are the ayat that have only one meaning according to the rules of the Arabic language or else the meaning of the ayah is clearly known.  "Mutashabihat Ayat": These are the ayat that can have many meanings according to the rules of the Arabic language. Assigning meanings to these ayat requires thorough thinking so that acceptable meanings are given to them.

 

125 Die Saud-Connection  Eine recht informative Geschichte im Sinne einiger aktueller Hintergründe, sofern ein Zusammenhang des " Wahabismus" und dem "Königshaus Saud" und auch der angeblichen Organisation des Bin Laden hergestellt wird. So weit so gut. Da der Author allerdings von Islam fast nichts zu verstehen scheint, klingt die Gerschichte auch so, als ob der Bauer Mist auf die Felder führen würde, damit sie stinken. ....... Der Author des Artikels ist Christian Schmidt-Häuer........in der ZEIT   ( 17.11.2001) 

 

 018  Seeking The Intercession Of The Prophet Of Islam (at tawassul)  pdf-file:  A Scholarly Defense Of Its Legitimacy. Being the translation of a contemporary treatise which establishes that seeking the intercession of the Prophet is sanctioned by the Qur’an and the Sunnah and refutes the claims of the Pseudo-Salafis that intercession is a heretical innovation (bid’ah)  By the Azhari shaikh and Hadiith scholar Abdullah ibn Muhhammad ibn al-Sadiq al Ghumari.

 

 017  Divine Transcendence in Islam    (at  tanzihi) (devided in 4 parts)  Being a treatise on the essence of al-tauhid; that is, the uniqueness of God and its antithesis, the heresy of anthropomorphism. By Muhhammad William Charles.  

 

 

 

 

 

http://www.german-foreign-policy.com/de/fulltext/59611


Die Jahre des Terrors (I)

06.06.2017

LONDON/BERLIN/RIAD
(Eigener Bericht) - Deutschlands enger Partner Saudi-Arabien setzt seine Unterstützung für Salafisten weltweit fort und fördert damit ungebrochen den Nährboden für das Erstarken des jihadistischen Terrors. Das bestätigt die Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP) in einer aktuellen Stellungnahme. Mit Blick auf die Aktivitäten des IS in Europa stuft die SWP die "Folgen der saudi-arabischen Salafismus-Förderung" als "katastrophal" ein. Britische Experten üben ebenfalls scharfe Kritik an der Kooperation mit Riad. Wolle man den jihadistischen Terror "wirklich bekämpfen", müsse man "den Massenexport von wahhabitischer Intoleranz und Hass aus Saudi-Arabien stoppen", rät ein Insider. Dem steht allerdings die ungebrochen enge Zusammenarbeit Deutschlands wie auch der anderen Mächte Europas und Nordamerikas mit dem saudischen Herrscherclan entgegen: Bundeskanzlerin Angela Merkel hat vor wenigen Wochen eine regelmäßige Militärkooperation mit den saudischen Streitkräften auf den Weg gebracht; die britische Regierung hat eine Untersuchung, die die - mutmaßlich saudischen - Finanziers britischer Jihadisten offenlegen sollte, mit Rücksicht auf Riad auf Eis gelegt. Letzteres wurde drei Tage vor dem jüngsten Londoner Terroranschlag bekannt.

Rekrutierungspool für Jihadisten
Die Rolle, die Saudi-Arabien bei der Ausbreitung jihadistischer Strukturen in aller Welt spielt, hat Ende Mai - nicht zum ersten Mal - Guido Steinberg beschrieben, ein Mittelost-Experte der Berliner Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP). Zwar sei Riad, seit es im Jahr 2003 selbst Ziel eines Al Qaida-Umsturzversuches gewesen sei, mit seinen Repressionsbehörden "ein sehr effektiver Partner in der Terrorismusbekämpfung" geworden, schreibt Steinberg. Doch propagiere es weiterhin mit gezielter Mission im Ausland den spezifisch saudischen Islam - den Wahhabismus bzw. Salafismus. Dabei seien salafistische Milieus "zum wichtigsten Rekrutierungspool der Jihadisten geworden".[1] Tatsächlich diene die spezifisch saudische Ausformung des Islam sogar "dem IS als Grundlage seiner Weltanschauung". Das bestätigt der US-Publizist Fareed Zakaria. So habe der IS, als er noch über keine eigenen Schulbücher verfügt habe, "das saudische Curriculum" genutzt; ein früherer Imam der Großen Moschee in Mekka habe im vergangenen Jahr bestätigt, der IS habe "unsere eigenen Grundsätze verwertet, die man in unseren Büchern findet": "Wir folgen denselben Gedanken, aber wir wenden sie in einer verfeinerten Form an."[2] Der zentrale Unterschied besteht laut Steinberg darin, dass Jihadisten "die Entscheidung über den Beginn eines Heiligen Krieges (Jihad) nicht dem Herrscher überlassen"; sie treffen sie selbst.

Aus Medina zum IS
Wie fließend die Übergänge und "wie katastrophal die Folgen der saudi-arabischen Salafismus-Förderung" sein können, zeigt Steinberg anhand eines Beispiels - des in Österreich ansässigen Predigers Mirsad O. O. habe von 2003 bis 2008 an der Islamischen Universität Medina studiert, dem "Missionszentrum der Wahhabiten", berichtet der SWP-Experte.[3] Nach der Rückkehr nach Österreich habe er begonnen, "das im Königreich übernommene wahhabitische Gedankengut zu predigen". Dabei habe er sich konsequent "auf die Seite derjenigen Wahhabiten" geschlagen, "die der Meinung sind, dass der saudi-arabische Staat aufgrund seines Bündnisses mit den USA und nicht schariakonformer Gesetze 'ungläubig' sei und deshalb bekämpft werden müsse". "Spätestens 2014 ergriff er Partei für den IS", konstatiert Steinberg. "Aufgrund seiner Prominenz unter österreichischen und bosnischen Salafisten" - ein Studium an der Universität in Medina gilt unter Salafisten als besonders prestigeträchtig - habe er "besonders viele Syrienkämpfer rekrutieren" können und sei "unter dem Namen Ebu Tejma zum einflussreichsten IS-Prediger und -Rekrutierer in Österreich" geworden.

Riads Staatsräson
Nicht nur mit der Entsendung von Predigern, auch mit der Finanzierung von Moscheen und von Schulungszentren treibt Saudi-Arabien die Ausbreitung seiner strukturell den Jihadismus fördernden Islamvariante in Europa voran. Das in Deutschland bekannteste Beispiel ist die König-Fahd-Akademie in Bonn gewesen, die über Jahre hin als Nukleus der Salafistenszene in der Bundesrepublik galt. Mittlerweile wird die Zahl der Salafisten, aus deren Milieu sich regelmäßig jihadistischer Terror entwickelt, allein in Deutschland auf mehr als 10.000 geschätzt. Seit einiger Zeit übt Berlin ein wenig Druck auf Riad aus, die Salafismus-Förderung in der Bundesrepublik einzustellen - mit zweifelhaftem Erfolg: Für Saudi-Arabien sei "die weltweite Missionierung unverändert Staatsräson und Teil der Außenpolitik", heißt es in einer Untersuchung, die der Bundesnachrichtendienst (BND) und das Bundesamt für Verfassungsschutz im vergangenen Jahr erstellt haben.[4] Auch wenn etwa die König-Fahd-Akademie zum Ende des laufenden Schuljahrs, also in diesem Sommer, geschlossen werden soll (german-foreign-policy.com berichtete [5]) und die geplante Eröffnung einer wahhabitischen Schule in Berlin unterbleibt, sei davon auszugehen, dass saudische Missionsvereinigungen nicht davon abließen, "ihre Aktivitäten in Europa und Deutschland weiter auszubauen".[6]

Inzwischen tief verwurzelt
Dasselbe ist in Großbritannien der Fall. Bereits vor rund zehn Jahren wies eine Untersuchung darauf hin, dass Saudi-Arabien nicht nur umfassend Einfluss auf Moscheen sowie auf islamische Schulen im Vereinigten Königreich zu nehmen suche. Saudische Lehrmaterialien, die dort genutzt würden, riefen zum "Hass" gegen Juden, Christen und andere "Ungläubige" auf und erklärten die Verbreitung des Islam durch einen nicht näher definierten "Jihad" zur "religiösen Pflicht". Manche saudischen Lehrbücher bezeichneten Juden als "widerlich" und Christen als "Schweine" - und bauten ihre historische Darstellung auf der antisemitischen Hetzschrift "Die Protokolle der Weisen von Zion" auf.[7] Man könne sich gut vorstellen, "wie tief verwurzelt salafistisches Gedankengut" nach vielen Jahren saudischer Indoktrination in Großbritannien heute sei, schrieb wenige Tage vor dem jüngsten Londoner Terroranschlag Adam Deen, ein ehemaliges Mitglied der jihadistischen Organisation Al Muhajiroun, der heute als Executive Director der Londoner Quilliam Foundation Aufklärungsarbeit über Salafismus und Jihadismus betreibt. Es sei "keine Übertreibung", zu sagen, dass die zahlreichen aus Saudi-Arabien finanzierten britischen Moscheen "Propagandafabriken" seien, die die britischen Straßen mit "wahhabitischen Ideologen" füllten. "Wenn wir Extremismus wirklich bekämpfen wollen", erklärt Deen, "dann sollten wir damit beginnen, den Massenexport von wahhabitischer Intoleranz und Hass aus Saudi-Arabien in das Vereinigte Königreich zu stoppen".[8]

Auf Eis gelegt
Dies liefe allerdings auf einen Konflikt mit dem Herrscherclan in Riad hinaus, der zu den engsten Verbündeten Großbritanniens, aber auch Deutschlands im Mittleren Osten zählt. Welche Folgen das Bündnis mit der wahhabitischen Macht hat, zeigt der Verlauf einer Untersuchung, die das britische Innenministerium Anfang 2016 in Angriff genommen hat. Sie sollte die Finanzierung jihadistischer Organisationen im Vereinigten Königreich aufdecken. Es wurde und wird davon ausgegangen, dass deren Gelder zu einem erheblichen Teil aus Saudi-Arabien kommen. Am 31. Mai wurde bekannt, dass das Innenministerium die Arbeit an der Untersuchung nicht zu Ende geführt hat und auch die vorliegenden Teilresultate mutmaßlich nicht publizieren wird. Die Ergebnisse seien "sehr sensibel", heißt es zur Begründung.[9] Nur drei Tage später fielen dem jüngsten Attentat britischer Jihadisten in London sieben Menschen zum Opfer.

Enge Verbündete
Ungeachtet der saudischen Jihadismusförderung kooperiert die Bundesrepublik mit Saudi-Arabien bereits seit Jahrzehnten, hat die Zusammenarbeit nach der Zerstörung des Irak im Jahr 2003 unter der rot-grünen Bundesregierung weiter ausgebaut [10] und stärkt sie jetzt erneut. Ende April haben deutsche Konzerne, darunter Siemens und SAP, am Rande des jüngsten Besuchs von Kanzlerin Angela Merkel in Riad Großaufträge erhalten; Merkel hat der saudischen Regierung zugesagt, die Ausbildung saudischer Grenzschützer, Bahnpolizisten und Luftsicherheitsexperten durch deutsche Spezialisten weiter auszubauen; auch soll die Bundeswehr künftig regelmäßig saudische Militärs trainieren.[11] In den vergangenen zehn Jahren zählte Riad zudem zu den bedeutendsten Kunden deutscher Waffenfabriken (german-foreign-policy.com berichtete [12]). Schutzbehauptungen, der saudische Herrscherclan habe jüngst "Reformen" eingeleitet, die dem Export des Wahhabismus die Basis und damit Jihadisten in aller Welt den Nährboden entzögen, werden von Experten als "PR" [13] und als unglaubwürdig [14] eingestuft.

Wer die Zeche zahlt
Die Zeche für die auf Gegenseitigkeit beruhende Kooperation mit Saudi-Arabien zahlt inzwischen auch die Bevölkerung in den Wohlstandszentren Westeuropas, in denen der Jihadismus erstarkt - und nicht nur dort: Die saudische Mission, die in der Vergangenheit den Jihadismus in zahlreichen Ländern vor allem Afrikas und des Mittleren Ostens stärkte, durchdringt mittlerweile - ohne dass Berlin Einwände äußern würde - weitere Weltgegenden und begünstigt jihadistische Strömungen sogar in Südostasien, etwa in Indonesien und auf den Philippinen. german-foreign-policy.com berichtet am morgigen Mittwoch.

 

Mehr zum Thema: Der Hauptsponsor des Jihadismus (I), Der Hauptsponsor des Jihadismus (II) und Doppelte Standards für Salafisten.
[1] Guido Steinberg: Saudi-Arabien: Zwiespältiger Partner in der Terrorismusbekämpfung. www.swp-berlin.org 24.05.2017.
[2] Fareed Zakaria: How Saudi Arabia played Donald Trump. www.washingtonpost.com 25.05.2017.
[3] Guido Steinberg: Saudi-Arabien: Zwiespältiger Partner in der Terrorismusbekämpfung. www.swp-berlin.org 24.05.2017.
[4] Georg Mascolo: Saudis unterstützen deutsche Salafistenszene. www.sueddeutsche.de 12.12.2016.
[5] S. dazu Der Hauptsponsor des Jihadismus (II).
[6] Georg Mascolo: Saudis unterstützen deutsche Salafistenszene. www.sueddeutsche.de 12.12.2016.
[7] Denis MacEoin: Music, Chess and other Sins. Civitas: Institute for the Study of Civil Society. London 2009.
[8] Adam Deen: Are Saudi-Funded Mosques Really A Problem In The UK? www.huffingtonpost.co.uk 28.05.2017.
[9] Jessica Elgot: 'Sensitive' UK terror funding inquiry may never be published. www.theguardian.com 31.05.2017.
[10] S. dazu Partner.
[11] Bundeswehr schult saudische Soldaten. www.tagesschau.de 30.04.2017.
[12] S. dazu Ein Spitzenkämpfer deutschen Kriegsgeräts.
[13] Guido Steinberg: Saudi-Arabien: Zwiespältiger Partner in der Terrorismusbekämpfung. www.swp-berlin.org 24.05.2017.
[14] Fareed Zakaria: How Saudi Arabia played Donald Trump. www.washingtonpost.com 25.05.2017.

 

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