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gesammelte Begriffe:  arabisch    deutsch

 

..Nafs  نفس  Seele, Selbst - ( Pl. نْفُس ‎ʾanfuus)  Der arabische Begriff Nafs steht für die menschliche "Seele" und/oder das geschaffene "Selbst" in welches Allah Ruhh (Geist) gehaucht hat und kann durch eine Reihe von Qualitäten definiert werden.

 


 

  Lataa'if   sensible Zentren

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  .Qaalib Körper

  .Nafs Seele

  .Akhfaa Verborgenstes

  .Khaafii Verborgenes

  .Sirr Geheimnis

  .Ruhh Geist

  .Qalb Herz

an-Nafs al-Ammara die Seele, die zum Übel aneifert

an-Nafs al-Lawwama die tadelnde Seele

an-Nafs al-Mulhima die inspirierte Seele

an-Nafs al-Mutma'Inna  die zufriedene Seele

an-Nafs ar-Radiya  die erfreute Seele

an-Nafs al-Mardiya  die erfreuende Seele

an-Nafs as-Safiya  die reine Seele

   

"Diese sind es, die das Irregehen gegen die Rechtleitung eingetauscht haben, doch ihr Handel brachte ihnen weder Gewinn, noch werden sie rechtgeleitet". (Qur'aan  2:16) 

 

Der arabische Begriff Nafs steht für die "Seele" und/oder das geschaffene "Selbst", in welches Allah Ruhh (Geist) gehaucht hat. Der Plural von Ruhh ist Arwah, und das sind die noch nicht als Seelen geschaffenen Geister, welche Allah - zu der von Ihm zur bestimmten Zeit - in den Menschlichen Körper (Erde, Wasser, Luft, Feuer) einhaucht; dann sind sie jeweils Seele geworden. Wenn der Todsengel seinen Auftrag ausführt, dann nimmt er die Belebung, also den Geist aus dem Körper und damit erscheint die Seele als das, was maut (tot) genannt wird. Einige Zeit später wird die Seele - spätestens im Grab - wieder durch Ruhh belebt und ihre Befragung durch Munkar und Nakiir (منكر ونكير  - 2 Engel) ist möglich.

 

Diese Seele hat verschiedene Qualitäten, Zustände und Standplätze. Das Umwandeln der niederen Triebe und Eigenschaften der Seele in höhere Eigenschaften kann eine Umfassende Angelegenheit sein, welche auch Dschihaad akbar (die "größere Anstrengung" genannt wird und auf die sakrale Wirtschaft in einem selbst verweist. Der Gesandte Allahs sagte: "salamtu Nafsi", was "ich habe meine Seele befriedet" bedeutet, bzw. die niedrigen, animalischen Aspekte der Seele untertan gemacht, umgewandelt, fast wie ausgelöscht; in diesem Sinn heißt es auch, nicht von der Nafs beritten zu werden, sondern auf ihr zu reiten, wie auf einen Löwen, der gebändigt wurde.

 

Im Qur’aan ist z.B. auchder Esel wegen seiner widerwärtigen Stimme (16.8) und (31.19) als Beispiel der Schöpfung und als Gleichnis für diejenigen, die mit Wissen so umgehen wie Esel mit Büchern, die sie auf ihren Rücken tragen (62.5) erwähnt; beides betrifft die Seele des Menschen, wenn auch nicht die Stimme selbst, sondern was sie hervorbringt und was sie nicht verwirklicht, obwohl sie das formale Wissen mit sich herunmträgt.

 

An-Nafs al-ammara ist die Seele, die zum Übel aneifert (genauer an-Nafs al-ammara bi's-su) und wird oft mit das niedere Selbst, das bestimmende Selbst oder das tyrannische Ego übersetzt. Dieser Zustand ist allen Menschen bekannt, die nicht oder nicht ernsthaft nach den Gesetzen Allahs leben und handeln, kurz gesagt mehr oder weniger vor allem durch ihre Triebe "getrieben" werden; es handelt sich um die starke Verbundenheit zur Dunja ("was die Wahrnehmung der Welt als ungeistiges, mehr oder weniger nur mit Sinnlichkeit, Psychologismen und Material gefülltes Gebilde definieren. Die geistige Dimension ist in diesem Zustand unzugänglich, unsichtbar. Komplexe werden ständig abzubauen versucht usw...). Das niedere Selbst versucht, den Menschen zu beherrschen und dessen Gedanken und Taten zu kontrollieren. Ein Mensch, der unter dem Einfluss der Nafs al-Ammara steht, gehorcht ihren Befehlen natürlich viel leichter, als den Befehlen Allahs. Das niedere Selbst will sich niemals den Geboten Allahs unterwerfen, - wäre am liebsten selbst Gott - wobei es sich je nach Anlass tarnt: einmal als philosophisches Gedankengut, als chemische Begebenheit der Natur, als Wirtschaftliche Notwendigkeit usw. Diese Stufe am Weg ist "schlimmer als der Zustand eines Tieres", denn Tiere gehorchen aufgrund ihrer natürlichen Instinkte grundsätzlich den Befehlen ihres Schöpfers und handeln nicht aufgrund von Motiven, welche durch Macht, Habsucht, Egoismus, Habgier, Arroganz oder Stolz geprägt sind.

 

Im Qur’aan ist der Esel als Beispiel für Allahs Schöpfung (16.8) wegen seiner widerwärtigen Stimme (31.19) und als Gleichnis für diejenigen, die mit Wissen so umgehen wie Esel mit Büchern, die sie auf ihren Rücken tragen (62.5) erwähnt.

 

 

An-Nafs al-Lawwama ist das tadelnde Ich. Dies entspricht etwa dem menschlichen Gewissen, das über die eigenen handlungen wacht und sie manchmal kontrolliert. Auf dieser Stufe beginnt der Mensch manchmal zu verstehen, welche Auswirkungen seine durch die niederen Triebe bestimmten Handlungen auf die Umwelt und die Mitmenschen haben. Trotzdem hat der Mensch auf dieser Stufe noch nicht die Möglichkeit, sich seinem tyrannischen Ego zu entziehen. Vielmehr gerät man in einen Kreislauf, in dem man sein schlechtes Verhalten bereut, um kurz darauf wieder von dem niederen Ich bestimmt zu werden, anschliessend zeigt man erneut Reue, usw.

 

 

An-Nafs al-Mulhima ist das inspirierte Ich. Auf dieser Stufe beginnt der Suchende, die Zufriedenheit im ssalaah (Gebet) und dem Dhikr (Erinnerung an Allah) zu finden. Der Muslim erfährt auf dieser Stufe die erste Ahnung davon, was Diin eigentlich für einen inneren Sinn hat, was er bisher nur als „Theorie“ oder formales Ritual gekannt hat; durch die inspirierte Seele kann die wirkliche Liebe zu Allah , Seinem Gesandten und den Mitmenschen zu fühlen begonnen werden. Diese Stufe ist in gewisser Hinsicht ein beginn des Tassauwuf .

 

 

An-Nafs al-Mutma'Inna ist das zufriedene Ich bzw. das beruhigte Ich. Diese Stufe besteht im Vertrauen auf Allah und spirituelle Freude und Zufriedenheit. Wer die Stufe der zufriedenen Seele erreicht hat, ist vor grösseren Attacken der niederen Seele geschützt. Der Gläubige ist hier frei von Achtlosigkeit, und der Kampf, den er während der ersten drei Stufen der Nafs führte, ist Vergangenheit.

 

 

An-Nafs ar-Radiya ist das erfreute Ich. Diese Stufe weist zu den Merkmalen der vorgehenden noch zusätzlich auf, dass der Mensch auf der Suche nach Allah auch mit allen Schwierigkeiten, die ihm begegnen, zufrieden ist. Er erfreut sich in der Erinnerung Allahs durch Seine Schöpfung.

 

 

An-Nafs al-Mardiya ist das erfreuende Ich. Auf dieser Stufe ist der Mensch nicht mehr gespalten zwischen den materiellen Wünschen und der Sehnsucht nach Gott. Es ist der innere Friede,  die konstante innere Einheit und das Gefühl eines vollständigen Wesens. Ebenso erfährt man die Welt um sich herum als ein Ganzes; nichts ist getrennt. Der Mensch ist auf dieser Stufe erst das wahre menschlichen Wesen geworden. Man erkennt bzw. erlebt hier, dass alle Macht allein von Gott ausgeht, und dass der Mensch für sich keinerlei Macht besitzt.

 

 

An-Nafs as-Safiya ist das reine Ich. Diese Stufe wird nur von einigen wenigen Personen erreicht, zu denen nur die Propheten und die (spirituell voll entwickelten Männer wie Frauen) ''auliaa'' (Heiligen) zählen. Auf dieser Stufe ist im Menschen kein Ego mehr übrig, es wird nur mehr die Einheit Allahs (Tauhid) wahrgenommen. Solange also noch ein winziges Stückchen Selbst-Wahrnehmung in einem Menschen übrig ist, ist dieser nicht in der Lage, die Stufe des reinen Ich zu erreichen oder gar zu halten.

 

00001_basmallah.htm.


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