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Warum diese Website?  

Muhammad Abu Bakr Mueller   1419  (1998) ... Damit Wissen über das "in Gott ergeben sein" zugänglicher wird; damit Nichtmuslime Gott ergeben werden mögen; damit falsche Ansichten und Irrlehren im Namen des Islam entkräftet werden. Damit klar wird, dass der Islam keine klimabedingte oder temporäre Kultur ist; dass nur die Ergebenheit in den Göttlichen Willen die echte Lebensqualität ermöglicht; dass der Islam seit Adam - Friede mit ihm - die Religion für alle Menschen ist; dass das Ergeben des Egos vor Allah, dem einzigen Gott die höchste Aktionskunst ist; dass der Zusammenhang und der Unterschied zwischen den vom Menschen fabrizierten Erkenntnissen und Entwicklungen (oft Fortschritt genannt) und der Offenbarung klar wird; dass das Ergebensein keine Philosophie ist; dass der Intellekt im Herzen Ruuhht; kurz alles, was dazu beitragen könnte - dem Sucher nach der echten Lebensqualität - die Bedeutung der Ergebenheit in sich selbst zu erkennen.

 

Der Islam sollte nicht mit dem Ausländerproblem gleichgesetzt werden sondern als der Herzen verbindende, neue europäische Lebensinhalt. Selbst aus der Sicht der heutigen europäischen Kunstentwicklung ist Islam die Konsequenz. Niemand kann der Informationsmasse gänzlich ausweichen; die Lebensweisen der versteckten Völker scheinen jedem bekannt. Nur sich selbst zu kennen ist unüblich. Sinneswahrnehmungen und Spekulation sind derzeit die Basis europäischer Kulturphilosophie. Verteilung zur Selbstsicherung des Luxus. Wie also Islam? Europa ist voll von Vereinen und Organisationen, die im Namen des Islam auftreten und mit der Nachahmung  westlicher Verhaltensweisen und Diskussionen beschäftigt sind. Politische Verfolgung im Heimatland und Geldverdienen bei Ungläubigen sind mit säkularisierten Ritualen vermischt. Millionen Menschen aus so genannten Islamischen Ländern leben derzeit in Europa. Sind sie ein Beispiel für den Islam oder für säkularisierte Folklore? Die Hygieneverehrung ist selbständig geworden und hat die rituelle Reinheit der Organisationen längst übertroffen. Dem gegenüber stehen  Europäer, welche den Islam angenommen haben und welche oft genau diejenigen Aspekte der westlichen Lebensweise hinter sich ließen oder lassen wollen, welche von Einwanderer angestrebt wird. Die einen sind rasiert oder mit Bartstyling damit Sie im System des Unglaubens angepasst wirken und die anderen haben einen Bart ohne Styling, damit zum Ausdruck kommt, dass sie sich der Lebensweise des Propheten Muhammads (der Friede und Segen Allahs  sei mit ihm) anschließen möchten.  

  

Abgesehen von den offenkundig irreführenden Meldungen in den Medien über verrückte Mörder, Universitätsdozenten und Diktatoren in den Islamischen Ländern, wird von vielen nichtmuslimischen Europäern der Islam als ein Krokodil erlebt, welches einmal mit Furcht und dann wieder mit Bewunderung beobachtet wird, wobei die Furcht überwiegt. Der Journalist berichtet von den Gewohnheiten des Krokodils, live über Satellit, direkt aus dem Schlund, mit glänzenden Bildern auf bestem Papier. Selbst Details von Ritualen werden manchmal so genau beschrieben, dass der Europäer an der Objektivität der Berichterstattung kaum zu zweifeln beginnt. Die Berichte glänzen vor Perfektion und hinterlassen den Eindruck, über Islam richtig  informiert worden zu sein. Etwa so, als berichtete man über Alkohol ohne dessen Wirkung - also das Wesentlichste - zu beachten. Bestseller im Namen des Islam verkaufen sich, Sondernummern kommen auf den Markt und manche lernen - berufsbedingt - mit dem Krokodilwahn zu leben. Andere wiederum sind begeistert von den freundlichen Muslimen im Urlaub. Die Islamische Architektur wird bewundert und Wissenschafter und Geschichtsschreiber sind von der einen oder anderen Angelegenheit fasziniert. Ob Boulevardpresse, wissenschaftliche Publikation oder Kunstband, der Unterschied liegt nur im Medium, Stil und Zielpublikum. Kurz, die EU-Ritter und die Goldsucher präsentieren den Islam zumeist von außen, als eine einst notwendige "Kultur", aber nunmehr veraltetes Phänomen gewisser Zonen und als gefährliches Sozialsystem (welches früher sinnvoll war und jetzt im Sinne der Religionsfreiheit und Kulturerhaltung in Grenzen gepflegt gehört). Von Islam ist nur scheinbar die Rede, auch wenn das Wort ständig vorkommt, denn mit ungläubigen Herzen ist dies nicht möglich.

 

Nicht zuletzt tragen Selbstdarstellungen Islamischer Ländern genügend zu dieser Sichtweise bei. Islam wird von Islambekennern als eine Mischung von "Gesellschaftsregel, Politik, Wissenschaft und Folklore mit Ritualen" dargestellt, ohne die Nüchternheit und den Rausch der Liebe zu Allah und Seinem Gesandten zu beachten. Aktivitäten im Namen des Islam sind in Europa mehrheitsbedingt auf national-folkloristischen und wirtschaftlichen Probleme abseits der Heimat beschränkt. Das ist kein leichtes Leben, doch der wirtschaftliche Drang motiviert. Die bewusste oder unbewusste Huldigung europäischer Lebensweisen produziert bei Ungläubigen die Frage: warum überhaupt Islam? Wie sollte ein Europäer Interesse bekommen, wo er sieht, wie Menschen aus den Islamischen Ländern ihrem Luxus nacheifern; was sollte da zu überlegen motivieren den Islam anzuehmen?

 

Religionen liegen längst im rationalen Psycho-Eimer wie Nietesche feststellt: "Gott ist Tot" und werden als solche von "Theologen oder Soziologen" seziert. Der Ungläubige kann den Islam zwangsläufig nur so weit als Realität vermuten, wie er seine eigene Lebensdimension kennt. Die verschiedenen Kriege, Morde von Regenten und ihren Kontrahenten im Namen des Islam, welche die Medien füllen, sind wie die Vergiftung des Bodens durch Düngemittel. Diskussionen, Dialoge, usw. werden mit Wissen oder Bildung verwechselt. Andere sind professionelle Redner mit Krawatte und schmeicheln mit politisch-sozialen Dauerthemen Muslimen und Nichtmuslimen, sozusagen um zu beweisen wie "wissenschaftlich" Islam sei und zerstören mit philosophisch-sozialem Gequassel den Glauben der gerade noch Muslime.  

  

Es ist meine Absicht, mit Artikeln verschiedenster Autoren vor Missverständnissen zu schützen und in die geistigen Bereich des traditionellen Islam zu führen. Islam ist die transzendente, echte Lebensqualität, Liebesrausch und die Nüchternheit. Die Angst und die Hoffnung und eine aus dem Herzen kommende Lebensweise in ständiger Erinnerung an Allahs , dem Einzigen Gott und Seines Propheten (Friede und Segen Allahs sei mit ihm). Der Islam beRuuhht auf Glaube und nicht auf Intelligenz und ist keine Revolution oder Philosophie und vor allem keine Kultur in seiner Basis. Der gläubige Bettler, den niemand unter den Gläubigen als Fürsprecher sucht, schwebt hoch über dem nobelsten Fürsten und Professoren, in dessen dessen Herz Allah nicht beinhaltet ist. Der Demütigste ist der Beste.

 

Wenn sich ein Nichtmuslim zum Islam bekennt, dann ist es oft schwer für ihn unter all den Ratschlägen die er bekommt, das Richtige zu erkennen. Emotionen, wirtschaftliche Bedürfnisse, folkloristische Gewohnheiten, säkularisierte Lebensformen, usw. mischen sich mit Erklärungen die ihm gegeben werden: manche Ratgeber haben auf  Islamischen Universitäten Arabisch und/oder das Islamische Gesetz auswendig gelernt. Manche reduzieren Islam auf "Erlaubtes" und "Verbotenes". Es herrscht vielfach die Vorstellung, dass Islam, so ähnlich wie "das Recht vor der französischen Revolution" studiert werden könne. Manche  missverstehen Sufismus und wollen einer Erleuchtung zusteuern ohne sich Allah zu unterwerfen, ohne Muslim zu sein. Andere wiederum wollen Islamische Staaten durch Organisationen oder gar durch  Demokratie erwirken während ihr Herz vom Ego geführt wird und spekulieren, wie dieser Islamische Staat  ohne geistige Hierarchie wohl funktionieren wird. Sie sind wie tüchtige Steuermänner auf einem Schiff, aber das Ruder ist gebrochen.

 

Andere wiederum denken, dass das Islamische Gesetz (Schar'iiah) für ihren - wie sie meinen - hoch entwickelten, zivilisierten Zustand keine Notwendigkeit oder Gültigkeit mehr habe; oder - wie auch Christen - glauben, Gott sei ein physisches Wesen mit Händen und dass das Feuer der Hölle sei nur ein Sinnbild um die Entfernung zu Allah zu vermeiden. Die Vorbestimmung Allahs wird bezweifelt und manche Pseudogelehrte schaffen es, Islam auf ein historisch-psychologisch-sozial- Phänomen zu reduzieren. Das Geistige wird rationalisiert und Sinnbilder werden wörtlich verstanden und Wörtliches bildlich. Der Freundliche sagt Falsches und der Unfreundliche Richtiges. Die Liste der täglichen Verwirrungen ließe sich lange fortsetzen.

  

Wenn aber ein Ungläubiger trotz dieser widrigen Umstände Muslim wird, so ist dies durch die Führung Allahs. Dieser Muslim wird von Personen und Büchern lernen was Islam ist. Es entwickelt Beziehung zu Muslimen währen seiner ersten Lernprozesse, so wie zu gewissen Speisen der Kindheit. Keine Regung des Herzens ohne folgende Form. Keine Realität ohne Ritual. Kein Trunk ohne Flüssigkeit. Das Herz, welches Islam angenommen hat weiß noch nichts von den Gefahren der Spaltungen oder Abspaltungen vom Glauben. Enttäuschungen führen zur Wissensvermehrung oder werden nicht verkraftet. Glaube ist schneller verloren (wegrationalisiert) als der Pfeil vom gespannten Bogen wegfliegt.

   

Hat ein Muslim keinen geistigen ührer, dann sollte er Allah bitten ihn einen finden zu lassen und einer der vier Rechtsschulen folgen, so gut er das eben kann und Diskussionen über den Islam meiden. Er sollte den Rat derer meiden, welche betonen, dass sie nur Qur'aan und  Sunnah folgen, obwohl  dies an sich richtig ist, die Frage dabei ist ja nur: Wie macht man das? Meide auch den Rat derer, die betonen, immer Gutes zu tun, obwohl sie vielleicht auch zu dir Gutes tun. Glaube (Imaan) ist eine sensible Angelegenheit und es bedarf der Fähigkeit zwischen Glauben und Unglauben unterscheiden zu können. Wissen ist, was vor dem Feuer bewahrt und das ist keine  Philosophie oder sonstige individuelle Erkenntnis. Alle Krankheiten nehmen ihren Ausgang im Herzen und nur durch Allah gibt es Erfolg.    

Glaube ist etwas, das nur durch die Gnade Allahs  eintreten kann; Erklärungen allein können den Glauben (Imaan) nicht verursachen. Nichts beweist Licht, außer Licht. Nichts beweist Islam, außer der Gläubige. Islam ist die Anerkennung Allahs, des Einzigen Gottes, im Herzen und die Anerkennung Muhammads (der Friede und Segen Allahs sei auf ihm) als Verkünder der letzten Offenbarung für alle Menschen. Islam ist das Ergeben in Allah, Islam ist der Friede durch den Sieg über sich selbst. Erinnerung an Allah, Liebe, Anbetung, Furcht, Hoffnung, Verzicht, Lebensweise, Ekstase, Beherrschung, Selbstauflösung, Selbsterkennung, Tod, Hilfe, Kampf, Armut, Reichtum usf.. Unter allen Umständen ist Islam keine akademische Studie oder ein geschichtliches Ereignis, wenngleich der Wissende, der sein Wissen auch lebt weit über dem Unwissenden steht und gewisse geschichtliche Ereignisse von größter Bedeutung sind. Wer bestimmt, was ein Begriff bedeutet? Wissen ist das höchste Gut des Muslims und die Voraussetzung des Glaubens aber der Bessere unter den Gläubigen ist nicht der, welcher mehr weiß, sondern derjenige, welcher demütiger ist. Islam ist die Annerkennung Allahs  als absolute, unabhängige, ewige Existenz, von der jede andere Existenz ununterbrochen abhängt und ständig neu geschaffen wird.

   

Die Texte auf Islam.at mögen, so Allah es will, dem suchenden Muslim oder Nichtmuslim als Rechtleitung dienen und vor Irrwegen schützen. Beiträge sind willkommen, sofern Sie dem erklärten Sinn und den qualitativen Erfordernissen, also dem traditionellen Islam entsprechen.   

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