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Hydraulic Minaar

 

Ein Moschee-Modell für die Herrschaftsgebiete der demokratischen Religion.

 

  

Wenn Ungläubige in seelischen AufRuuhhr geraten sobald Muslime eine Moschee (Masdschid) oder gar ein Minarett planen, so nennen sie allerlei Gründe, warum sie dies verhindern wollen. Der wahre Grund jedoch ist, dass sie Anhänger der demokratischen Religion sind, diese besonders durch Minarette gefährdet sehen und deshalb schützen wollen. In ihren Vorstellungen hat Demokratie nichts mit Religion zu tun, was Erklärungen oder gar einen Dialog unmöglich macht so Demokratie tatsächlich längst zu einer Religion mutierte. Genauer gesagt, das Instrument Demokratie ist eigentlich keine Religion, während aber das Medium Demokratie, also die Metapher im gesellschaftlichen Diskurs fraglos zur Religion mutierte und ihre Priester immer fanatischer werden und immer mehr Kriege mit immer mehr Toten für die Demokratie führen.

 

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Islam ist die echte Lebensqualität und wer sich dieser Lebensqualität bewusst wird, der fragt niemanden, inwieweit Demokratie und Islam vereinbar sind, es sei denn, er will sich bei Ungläubigen mit solchen Fragen profilieren oder er ist sich einfach nicht bewusst, was er da fragt - und das ist das Wahrscheinlichere. Niemand fragt, ob Autofahren mit dem Straßennetz vereinbar ist; unterbricht ein Muslim aber seine Arbeit für das zeitlich festgelegte Ritualgebet, so muss er befürchten, dass er wegen Unvereinbarkeit mit seiner Arbeit gekündigt wird - obwohl Arbeit und Gebet sehr gut vereinbar sind; das einst berühmte "ora et labora" (bete und arbeite) wurde noch so lange gelehrt, d.h., solange die Demokratie noch keine Religion war; heute heißt es nur noch "labora" und  Wirtschaftswachstum. Menschenrechte, wo sind sie, wenn ein Muslim seine Arbeit  für das Gebet nicht unterbrechen darf, gleichgültig ob es sich um ein demokratisches der königliches Diktat handelt? Inwieweit also Demokratie mit Islam vereinbar ist, ist eine absolut unsinnige Frage. Da gibt es nichts zu vereinen oder zu trennen; was es gibt sind konkrete Handlungen von Menschen, die ein Muslim eben richtig oder falsch findet und das ist auch für einen Ungläubigen nicht anders. Inwieweit aber die Demokratie und der Islam Ähnlichkeiten aufweisen, darüber möge jemand seine Dissertation schreiben - für Muslime ist das kein Thema, sondern Zeitverschwendung. Jeder - auch der ungebildete Muslim weiß, dass islamische Gelehrte nie befugt waren, an den überlieferten Grundlagen des Glaubens oder an den wesentlichen Teilen der Schar'iah irgend etwas zu verändern, wenngleich in jedem Jahrhundert solche Bestrebungen Anhängerschaften gewannen und - neuerdings - der lehrstuhlträchtige Euro-Islam, der so ungefähr einen Islam nach der "Aufklärung" vorgaukelt, als auch ähnlich Gruppierungen, die im Namen des Islam entstanden sind. 

 

Integration bedeutet eigentlich, das Fremde so zu akzeptieren und respektieren, bis es als dazugehörig empfunden wird. Muslimische Immigranten anpassen zu wollen ist hingegen eine Perversion und eine Missachtung der Menschenwürde und erinnert an die Idee von der deutschen Rasse, nur dass damals - genau umgekehrt - die Juden sich nicht anpassen durften. Jeder Mensch hat die Anlage zu faschistischem Verhalten, doch ist es Muslimen untersagt, diese versteckten Triebe auszuleben, wie der Gesandte Allahs in seiner Abschiedrede erklärte: "Ein Araber ist nicht vorzüglicher als ein Nichtaraber, noch ein Nichtaraber vorzüglicher als ein Araber; Ein Schwarzer ist nicht vorzüglicher als ein Weißer, noch ein Weißer als ein Schwarzer, außer durch Frömmigkeit! ..."

In Seelen, in denen das Christentum durch Aufklärung und Evolution längst zur Folklore geworden war, konnte sich Demokratie sehr leicht von dem was sie ursprünglich war - nämlich ein hierarchisches Instrument - zu einer Religion entwickeln; denn der Mensch braucht, wie die Luft zum Atmen, auch ein geistiges Medium, mittels dessen er sich orientieren und selbst definieren kann, sei es noch so profan oder nichts sagend; der Glaube an Gott und Seine Offenbarung sind dazu keine Voraussetzung.

 

Retrospektiv assoziieren Demokratisten ihre Religion mit den Anfang der französischen Revolution und haben sie dann immer weiter entwickelt bzw. genauer definiert. In der Folge soll diese Religion aber nicht durch andere Religionen gefährdet werden und so macht es Sinn für Demokraten, wenn sie Muslime etwa fragen, ob der Islam mit Demokratie vereinbar sei, obwohl sie irrtümlich glauben, dass Demokratie keine Religion ist. Jedem das Seine. Insgeheim ahnt aber der Demokrat die sakrale Dimension des Islam, die er aber bis auf die nicht auszulöschende, vage gewordene Erinnerung an seinen Urvertrag, aus sich entfernen versucht, was auch säkularisieren genannt wird. Religion ist Lebensweise und keineswegs nur das, was irgendwo in einer  privat - Nische gemacht wird. Islam ist nicht abhängig von Regierungsformen. Wenn man das Leben des Propheten und seiner Gefährten genauer anschaut, erkennt man, wie sie im Kontext größter Feindseligkeiten seitens der Ungläubigen, die höchste Lebensqualität  verkörperten und bis heute allen Muslimen Vorbild sind. Das macht deutlich, dass es nicht die Umstände, sondern der gelebte Imaan (Glaube) ist, welcher die Lebensqualität ausmacht. Muslime können also in einer Demokratie, in einem Königreich oder im Khalifat leben, denn die Anbetung Allahs wird einzig durch Allahs Gnade ermöglicht. Die Belastungen sind Teil der Qualität, welche Prüfung heißt.

 

Seitens der Rechtsgelehrten ist es eher die Frage, was einen Muslim legitimiert in Daru-l-Kurf (Herrschaftsgebiet der Ungläubigen) auf Dauer zu leben, als die Überlegung ob Demokratie und Islam vereinbar sind, denn Religion und Politik unterscheiden sich nur insofern, als das eine das Sakrale und das andere das profane Erleben der Ereignisse beschreibt bzw. als wissenschaftlichen Diskurs in den Vordergrund stellt. Sobald in einem Herzen etwas sakrales musealisiert, kann es nicht mehr sakral sein und die Wissenschaftliche Untersuchen, der gedankliche Austausch darüber wird zum profanen Geschwätz, bzw. zu einem säkularen geschichtlichen Einordnen, da ja was anderes in der Distanz nicht mehr möglich ist; sakrale Lebensqualität hingegen ist geschichtslos, denn was existiert, das existiert nur durch das Angehaucht des Nichts vom göttlichen Willen.

 

Und wer hat schon die Verfassung - also das, worin eine Demokratie angeblich verankert ist - gelesen oder diese - wenn gelesen – verstanden, um sie beurteilen zu können? Ich selbst habe die Verfassung nicht gelesen, doch habe ich wiederholt den charakterlich noblen Ausführungen von Verfassungsrichtern zugehört und da insbesondere jenen des Ludwig Adamovich, wobei die Ähnlichkeit mit Islamischer Gelehrsamkeit in gewissen Aspekten des Diskurses - in Fragen die die 'Aqidah (Glaubensbasis) betreffen - deutlich wird. Und das, obwohl die christliche Offenbarung im Demokratismus nur mehr insoweit vorhanden ist, als Fragmente davon in die Verfassung einflossen und sich etwa in sozialen Komponenten niederschlugen. Ja, sicherlich, es ist ein Unterschied zwischen einer Demokratie im Kontext der letzten Offenbarung und einer Demokratie im Kontext eines vorgestellten Urknalls; zwischen einem Turm als Sendeanlage, der beliebige Funksignale von sich gibt und einem Turm, der für den Adhaan (Gebetsruf) errichtet wurde, auch wenn beide Türme gleich aussähen. Das eine mal ein Instrument und das andere mal ein "angebetetes" Instrument der Kommunikation. Oder geistiger Selbstmord durch Unterhaltung, wie hier Neil Postman sagen würde. Und bei genauer Untersuchung des Vorganges, der "wählen" genannt wird, zeigt Salim Spohr, dass in der Demokratie eigentlich "niemand Verantwortung trägt"

 

Letztlich stirbt der Demokrat für das, was er glaubt, auch wenn er als "christlicher" Soldat beauftragt wurde in Afghanistan oder im Irak mit Bomben die Demokratie zu verbreiten oder dort für Europa zu verteidigen. Was aber ist es dann, dass sich eine Mehrheit durch Vorwände wie "gestörtes Landschaftsbild" in Rage bringen lässt,  wenn sie vom Bauvorhaben einer Moschee oder gar eines Minaretts hört?  Es ist das Blinken in ihrem Innersten, dort wo sie den Urvertrag verscharrt halten und dadurch ihre zur Religion mutierte Demokratie gefährdet sehen. Es ist die Angst vor dem Aufdecken der wahren Verfassung in ihren Herzen, die sie vor ihrer Existenz unterzeichnet hatten. Davor hat der Gegner von Minaretten in Wahrheit Angst und nicht eigentlich vor den Minaretten oder der Moschee, wo dann der Urvertrag durch die Hauptaktion täglich fünf Mal bestätigt wird und ihr inneres Blinken symbolisiert. Und der gläubige Demokrat hat in Wahrheit auch nicht Angst vor den Türken oder den Arabern, die sich, egal wie unangepasst sie sind, weder in ihren edlen Taten noch in ihren Gaunereien grundsätzlich von Österreichern oder Europäern unterscheiden. Islam kann nur freiwillig angenommen werden;  Demokratismus hingegen tritt zunehmend als Glaubenszwang auf - wie zuletzt in Österreich, als von islamischen Religionslehrern einschriftliches Bekenntnis zur "Demokratie" eingefordert wurde, andernfalls sie gekündigt würden. Was ist das für eine Paranoia, die schon den Geruch des Faschismus an sich hat?

Bevor Allah den Menschen geschaffen hatte, stellte Er allen noch ungeschaffenen Arwah (Geister/Seelen) der ungeborenen Menschen - also auch jenen aller heute lebenden Ungläubigen - die Frage: "alastu birabbbikum" (Bin Ich nicht euer Herr?) und alle bezeugten mit "qaloo bala shahidna" dies ("ja, wir bezeugen dies");

Das ist die Urverfassung und seit damals hat jeder Mensch diese Urverfassung in seinem Herzensgrund eingebrannt. Und wie auch immer sich jemand mit dem Erforschen der kleinsten Teilchen der Schöpfung abzulenken versucht indem er etwa einen Tunnel in einen Kreis gräbt um die Teilchen zu beschleunigen - er kann die Verfassung seiner Existenz nicht auslöschen und sie blinkt und blinkt und blinkt,… auch wenn sie noch so tief verscharrt wird. Und weiter ist in dieser Verfassung festgelegt, dass Allah den Menschen nur deshalb erschuf, damit die Dschinn und die Menschen Ihn anbeten, .... um Ihn womöglich zu erkennen. Damit die Anbetung für den Menschen möglichst vorteilhaft ist, hat Allah daqs Ritualgebet (As-ßalaah) zur Pflicht gemacht. Die Stirn wird in dieser Anbetung bis auf die Erde gebeugt, auf die Erde, aus der Er den Menschen erschuf. Und dieses Berühren des Bodens mit der Stirn, das Herunterbringen des Hochmuts, das Sich-in-Demut- Niederwerfen vor Allah, seinem unsichtbaren Schöpfer, dieser Moment in der Hauptaktion heißt sadschdah. Vom Wort sadschdah wiederum leitet sich das Wort Masdschid ab, welches den besonderen Bezirk bezeichnet, der für die Anbetung Allahs bestimmt wird und zu Deutsch "Moschee" heißt. Ob nun eine Mauer um, oder ein Dach über der Moschee errichtet wird, das ist kein Kriterium einer Moschee; entscheidend ist der festgelegte Bezirk, auch wenn die ganze Erde prinzipiell ein Bezirk der Niederwerfung ist. Die Moschee ist  nicht nur rituelle Erleichterung, Konzentrationshilfe und Entspannung, sondern auch ein Ort der Versammlung der Gläubigen. Die Moschee wird nicht eigentlich von den Steinen, aus denen sie gebaut ist gebildet, sondern sie bezeichnet die sakrale Dimension, welche vom Erdmittelpunkt bis zum baitu-l-mâmuur (dem viel besuchten Haus) reicht; und diese Achse - ist sie einmal etabliert - darf nicht mehr entfernt werden. Die bekannteste Moschee, ist die Masdschid-al-Hharaam in Makkah, in deren offener Mitte, die Heilige Kaâbah steht. Während der Hauptaktion ist die Qiblah (Ausrichtung) der Gläubigen die kaâbah, so dass alle anderen Moscheen eine Erweiterung der Mssdschid-al-Hharaam in Mekkah sind und es verständlich wird, warum die gesamte Welt eigentlich ein Ort der Anbetung ist und wer hat nicht schon Muslime im Park oder  in Guantanamo mit der Stirn auf dem Boden gesehen; wahrlich Allah hat Seine Diener reichlich beschenkt. Die Ka'abah ist Teil der Masdschid-al-Hharaam und legt die gemeinsam Ausrichtung der Anbetung fest. Das Wort Moschee kommt also von Masdschid (Ort der Niederwerfung) und Masdschid kommt von Sadschdah, was die Niederwerfung in Demut vor Allah ist.

Das Minaar (das Minarett) aber, das dient zum Herbeirufen der Gläubigen zur Hauptaktion, welche das Vergnügen im Zustand der Schwäche ist und  auch Ungläubige werden durch den Adhaan (Gebetsruf) erinnert, dass sie doch die Wahrheit, die sie in sich selbst verscharrt halten, freilegen mögen. Dieses verscharrt Halten heißt Kufr und es bezeichnet die Leugnung der Urverfassung zwischen dem Schöpfer und jedem einzelnen Menschen. Die Ablehnung und die Angst vor Moscheen und besonders vor Minaretten kommen auf wegen der davon ausgehenden Erinnerung an den Urvertrag. Insbesondere das Minarett, welches vor allem zur besseren Hörbarkeit des Gebetsrufes dient und auch das Auffinden einer Moschee erleichtert, hat heute für Ungläubige eine starke symbolische Wirkung bekommen, da es an die einzig unbegrenzt wahre Verfassung erinnert. Keineswegs ist die gestörte Landschaft oder die fremde Kultur die wahre Ursache, welche zu demokratischen Ablehnungen führt, wenn Muslime irgendwo eine Moschee mit Minarett planen. Nein - es ist die Leugnung der Einheit Allahs, das Verscharrthalten des Urvertrags,  doch sprachlich getragen von Argumenten der demokratische Religion. 

Das hydraulische Minarett ist also ein Entgegenkommen, eine architektonische Notlösung für die beschriebenen seelischen Umstände und an der Datenbank der amtlichen Statistik anzuschließen. Entsprechend dem muslimischen Bevölkerungsanteil hebt sich das hydraulic.minaar, also das hydraulische Minarett nach und nach aus dem Boden. Wenn etwa die Hälfte der Bevölkerung Muslime sind - und das soll nach diversen Berechnungen auch in Österreich eintreten - dann sollte das Minarett auf Grund der demokratischen Verhältnisse bereits gänzlich hochgefahren sein. Die Symbolkraft eines Minaretts ist groß und der Ruf zum Gebet ist zum Vorteil Ungläubiger, deren Befürchtungen eigentlich im Widerspruch zu ihrer eigenen Glaubenslehre - der demokratischen Religion - stehen: "Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit". Die angeblich durch Minarette bedrohte christliche Kulturlandschaft ist also nur ein zu berücksichtigender Vorwand auf den Muslime mit dem "hydraulic.minaar" ihre Rücksicht zum Ausdruck bringen könnten ohne aber deshalb auf die Symbolik und Funktion hoher Minarette zu verzichten. Vorerst bleiben die hydraulischen Minarette gänzlich oder teilweise unter der Erdoberfläche, doch werden sie - gekoppelt mit dem zunehmenden muslimischen Bevölkerungsanteil - langsam hochgefahren. Mögliche technische, bzw. architektonische Ausführungen hydraulischer Minarette könnten im Rahmen eines Wettbewerbs ermittelt werden.

                    Muhammad Abu Bakr Müller

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