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'Alim  عالِم   Wissender, Gelehrter   علماء   Pl.  Ûlemaa' 

 

 

 
   

Derjenige, der weiß, dass es Allah gibt und Muhammad Sein Gesandter ist, der ist im Vergleich zu dem, der das nicht weiß, ein 'alim, also ein Wissender, jedoch kein Gelehrter im traditionellen Sinn. Als Gelehrte gelten diejenigen, welche vielerlei Wissenschaften - wie Qur'aan, Hadiith, Sira, Fiqh, arabische Sprache, Tadschwiid, Kalam, Geschichte und vieles mehr umfangreich beherrschen. Je nach Ausmaß des Wissens und durch Lehrerlaubnisse anderer gelehrter wird dann von einem ein 'Alim gesprochen. Ein Universitätsstudium von vier fünf Jahren produziert keinen Gelehrten in diesem Sinn.

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Gelehrte sollten z.B. den Qur'aan auswendig können, die geschichtlichen Umstände kennen in welchen Allahs welchen Vers des Qur'aan offenbart hat und mit der Bedeutungen der Worte der vorislamischen arabischen Dichtkunst bestens vertraut sein und vieles, vieles, vieles  mehr. Wenn der Gelehrte bereits als Kind den Qur'aan auswendig gelernt und ein sehr gutes Gedächtnis hat und dann die richtigen Lehrer des Wissens gefunden hat, dann kann er vielleicht nach 10 Jahren Studium als Gelehrter des "exoterischen Wissens" gelten. Ob dieser Gelehrte auch mit dem esoterischen Wissen vertraut ist, also das Wissen von  der echten Lebensqualität, ist damit nicht gesagt.

 

Der Gesandte Allahs sagte sinngemäß, dass manchmal der Zuhörer mehr versteht wie der Überbringer. Damit sind auch diejenigen gemeint, deren Rezitation des Qur'aan aber das Herz nicht erreicht. So wurde etwa mein Murschid, Saifu-r-Rahhmaan (möge Allah seine Seele heiligen) gefragt, wie er denn jemanden in der Rezitation des Qur'aan ausbessern könne, wo er doch selbst kein Hafitdh der beanstandete Stelle des Qur'aan sei. Er antwortete, dass wenn er jemand falsch rezitieren hört, das Licht des Qur'aan verschwindet. Diese Fähigkeit ist ein Zeichen der esoterischen Gelehrsamkeit.

 

Gelehrte die geistigen Erben der Propheten wenn sie einer der vier Rechtsschulen folgen, doch manche überkommt die Arroganz und sie ignorieren die Rechtsschulen indem sie meinen, sie verstünden den Qur'aan und die Sunnah heute besser weil sie auf allen überlieferten Daten zugreifen könnten und behaupten das Rechtsschulen eine Neueinführungen (Bid'a) seien. Manche sagen, dass der Qur'aan zeitbedingt neu ausgelegt werden müsste usf.. Andere wiederum lassen sich von Ungläubigen als "Islamisch Theologen" bezahlen und sollen dafür die Muslime  säkularisieren oder sagen wie Orientalisten:"Muslime glauben dass Allah alles erschaffen hat ....." und sagen nicht: "Allah hat alles erschaffen ..." womit sie die Wahrheit gefühlsmäßig aushebeln bzw. relativieren.

 

Es wird berichtet, dass der Gesandte Allahs dem Sinn nach sagte:  "Eine Zeit wird kommen, wenn nichts vom Islam bleiben wird außer seinem Namen und nicht bleibt vom Qur'aan außer seinen Buchstaben. Die Moscheen werden schwelgerisch, aber ohne Führung sein. Ihre Gelehrten sind die unter dem Dach des Himmels. Von ihnen geht die Fitnah aus und zu ihnen wird sie zurückkehren."

 

Es ist also klar, dass ein Gelehrter sowohl zum Heil, als auch in die Irre führen kann, denn Schaitdaan hat mehr wissen und so sind Gelehrte ständig in Gefahr vom rechten Weg abzukommen. Das lässt sich an den verschiedenen Sekten erkennen, die meist von Gelehrten mit den jeweiligen Irrlehren initialisiert wurden:, wie etwa Wahhabiten, Shiiten, Mutazillah, Ahhmadiah usf.

 

Der Mudschtahid (Großgelehrter) ist der höchstrangige Gelehrte, wie z.B. diejenigen, die als Begründer der Rechtsschulen gelten. Die Voraussetzungen sind umfangreich. Abgesehen vom umfangreichen  exoterischen als auch esoterischen Wissen ist die zeitliche Nähe zum Gesandten Allahs, eine der qualitativen Voraussetzungen um aus Qur'aan und Sunnah richtigen Schussfolgerungen ziehen zu können. Deshalb heißt es, das Tor zur Idschtihad ist längst geschlossnen. Der Mudschtahid ist Muhhlis und in tiefer Liebe - Allah und seinem Gesandten zugewandt aber von der Dunja abgewandt. Während der Mudschtahid grundsätzlich in eigner Verantwortung Rechtsentscheide treffen kann, gilt der normale Gelehrte, als auch der "nicht-Gelehrte" als Muqallid und ist verpflichtet ist, einem Mudschdahid in Rechtsentscheiden (Fatwaa) zu folgen. Vermutlich hat heute niemand mehr den Rang eines Mudschtahids, wenngleich - dem wörtlichen Sinn nach, jeder manchmal Mudschtahid sein muss, so er in Ermangelung einer anderen Quelle selbst Rechtsentscheidungen treffen muss bevor die Situation vorbei ist, in welcher handeln muß.

 

Als Mufti wurde ursprünglich der Großgelehrter bezeichnet, doch heute wir die Bezeichnung "Mufti" meist als säkularer Titel vergeben.

 

 

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