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.Daaru-l-Kufr دار.الكفر   Gebiet der Ungläubigen; dort wo Ungläubige Gesetze bestimmen. Daaru-l-Kufr ist mit Daru-l-Harb rechtlich identisch.


 

 

Daaru-l-Kufr  bedeutet das Gebiet, wo die Leugnung des Islam als Recht gilt oder wo die große Mehrheit der Bevölkerung sich nicht zum Islam bekennt.

 

 "Dar" bedeutet das Gebiet, Land oder auch den Herrschaftsbereich der Kufaar (Ungläubige, NichtMuslime). In den meisten Gebieten des  Kufr ist die eine oder andere Form der demokratische Religion Staatsreligion. Wer den Islam nicht als die letzte und für alle gültige Diin (Religion) betrachtet der gilt als Ungläubiger, was nicht zu verwechseln ist mit der allgemeinen Eigenschaft des "Glaubens", die natürlich jedem Menschen eigen ist und so gesehen natürlich jeder ein Gläubiger ist. Die Unterscheidung in Daaru-l-Islam und Daaru-l-Kufr ist ein von Allah bestimmte Einteilung und wirkt sich entsprechend in der Schar'iah (Islamisches Recht) und daher wesentlich im Leben der Muslime aus. Nächstliegend ist die Frage, inwieweit Muslime in Daaru-l-Kufr leben dürfen bzw. von dort Hidschrah (Auswanderung) machen müssen oder nicht. Um gewisse Interessen zu legitimieren behaupten manche, dass die Unterscheidung von Daaru-l-Islam und Daaru-l-Kufr, im Kontext der Globalisierung, nicht mehr relevant sei.

 

Es gibt seitens der Gelehrten unterschiedliche Definitionen von Daaru-l-Kufr; wobei Daaru-l-Harb (Gebiet des Krieges, also wo Gläubige mit Ungläubigen physisch kämpfen), und Daaru-l-Kufr in der Schari^ah als gleichgestellt gelten. Daaru-l-Kufr ist also ein Gebiet, indem das Islamische Recht nicht gilt, und wo Ungläubige die Exekutivegewalt haben und auch das tägliche Leben kulturell von Ungläubigen stärker geprägt wird als von Muslimen; eine Mehrheit ist nicht absolut eine Voraussetzung. Für Muslime ergeben sich eine Reihe von Konflikten in Daaru-l-Kufr, besonders  in den Bereichen der Rechtsprechung, Erziehung, Bildung usw. und daher ist der andauernde Aufenthalt für Muslime, von traditionellen Gelehrten, untersagt, bzw. an Bedingungen geknüpft worden.

Fatawa von Dr. Muhammad Said Ramadan al-Buti:  Frage: "Darf eine Muslima weiter in den USA leben, wenn sie dadurch die Lehren des Islam teilweise nicht mehr einhält?“ Antwort: "Das Leben in den Ländern der Gottlosen kann solches [Verhalten] zur Folge haben. Es betrifft zuerst das Verhalten, dann das Denken und den Glauben. Die Lösung ist, dass der Ehemann mir ihr zurück [nach Syrien] reisen soll, sofern der gemeinsame Aufenthalt in der [amerikanischen] Gesellschaft nicht mehr notwendig ist. Der weitere Aufenthalt dort wäre eine Sünde. Diese Situation ist nicht nur das Problem dieser Frau, sondern auch das Problem aller derjenigen, die in den westlichen Gesellschaften leben."

 

Die amtlich gezählten Muslime Europas sind fast Immigranten und kennen die Begriffe wie Daru-l-Kufaar meist nicht mehr, geschweige denn, sie verstünden ihre praktische Bedeutung; sind sie aber geläufig, dann tun sich die Betroffenen meist schwer, Daaru-l-Kufr und Daaru-l-Islam zu unterscheiden, weil sie ja selbst in Daaru-l-Kufr weiterhin leben um wirtschaftlich zu profitieren. Da es für Muslime nur unter Umständen erlaubt ist  nach Daaru-l-Kufr auszuwandern (Hidschrah zu den Leugnern des Islam zu machen), erklären die Pseudogelehrten unter ihnen, dass diese Begriffe heute nicht mehr relevant wären, "denn die Umstände (die Zeit) hätten sich verändert usf. Sie glauben anscheinend, dass wenn diese Begriffe im Bewusstsein der Muslime nicht mehr existieren, die Realität von Daru-l-Kufr auch nicht mehr existiert bzw. gelten würde. Dieser Selbstbetrug, soll wohl das bequeme Leben von Muslimen im Gebiet der Ungläubigen Islam-rechtlich legalisieren. Die Frage, wo es denn derzeit noch Daru-l-Islam gäbe, ist nicht  beantwortbar, so derzeit nirgendwo ein Hidschrah-Visum erhältlich ist.

 

 

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Rebranding European Kufaar (Ungläubige) oder das Einströmens des Islam in das spirituelle Vakuum Europas. Europa befindet sich in einem zunehmend spirituellen Vakuum, in welches der Islam trotz vielfältigem Widerstand einströmt, denn eine Alternative gibt es nicht und der Mensch wird ohne spiritueller Führung seelisch krank. Nicht Immigranten aus muslimischen Gebieten sind es, welche das Einströmen des Islam in Europa bewirken, keineswegs, sie dienen eher als Ausrede gegen den Islam. Muslime brauchen kein Rebranding, sondern vielmehr Ungläubige, welche in Sorge um ihre Zukunft, wachsende Löcher in der Haut des spirituellen Vakuums zuzustöpseln versuchen.   .....  Muhammad Abu Bakr Müller   Shawwal 1433 (August 2012

 

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