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.Riaa' رياء Augendienerei,  Heuchelei, versteckter Shirk (Götezndienst), meist auf rituelle 'Ibaadah (Anbetung) bezogen.

 

 

 

Riaa ist Augendienerei und lässt Ibadah (gottesdienstliche Taten, wie etwa das rituelle Gebet) vor Allah hinfällig werden und gehört zum versteckten Schirk (Götzendienst).

 

Mahmuud ibn Lubaid überliefert, dass der Gesandte gesagt hat: „Das, was ich für euch am meisten befürchte, ist der kleine Schirk).“ Die Gefährten fragten: „O Gesandter Allahs, was ist der kleine Schirk?“ Er antwortete: „Die Riyaa' (Augendienerei). Wahrlich, Allah wird am Tage der Auferstehung, wenn die Leute ihre Belohnung erhalten, sagen: ‚Geh zu denjenigen, vor denen du im Diesseits Augendienerei betrieben hast und schau, ob du von ihnen deinen Lohn bekommst.’“ (Ahmad und Al-Baihaqii; authentischer Hadiith)

 

Mahhmuud ibn Lubaid sagte auch: „Der Prophet  kam heraus und verkündete: ‚O Leute, hütet euch vor dem verborgenen Schirk!’ Die Leute fragten: ‚O Gesandter Allahs, was ist der verborgene Schirk?’ Er antwortete: ‚Wenn ein Mann zum Gebet aufsteht und danach strebt sein Gebet auf die beste Weise zu verrichten, nur weil die Leute ihm dabei zusehen, so ist dies der verborgene Schirk.“ (Sahiih-Werk des Ibn Chuzaima; authentischer Hadiith)

 

Wer also zu Allah betet, insgeheim dabei aber verfolgt, dass ihn die Leute dabei zusehen und dafür loben - auch wenn man sich diesen Umstand nicht eingesteht oder nicht einmal bemerkt - der ist ein Augendiener im wörtlichen Sinn, doch kann diese alle andere Handlungen übertragen werden, insbesondere, da es Ziel für Muslime ist, alle Handlungen als Gottesdienst auszuführen.

 

Abû Musa sagte: „Eines Tages hielt der Gesandte Allahs eine Predigt. Dabei sagte er: ‚O Leute, fürchtet den Schirk, denn Schirk ist unscheinbarer als eine schleichende Ameise.’ Jene, denen Allah es wünschte, fragten: ‚Und wie vermeiden wir ihn, o Gesandter Allahs, wenn er unscheinbarer ist als eine schleichende Ameise?’ Er entgegnete: ‚Sag: „Allahumma inn'a na’udhu bika an nuschrika bika schay’an na’lamuhu, wa nastaghfiruka limaa l'a na’lamuhu.

("O Allah, wir suchen Zuflucht bei Dir vor dem absichtlich begangenen Schirk und bitten Dich um Vergebung für das, worüber wir nicht Bescheid wissen.")

 

Wenn nun dem Muslim während seiner lobenswerten Handlung ein Gedankenzug kommt, er handle eigentlich um gesehen zu werden (also er würde sien Gebet ohne Publikum nicht verrichten), so sollte er diesen Gedankenzug schleunigst ablehnen und er wird - so Allah will - daraus keinen Schaden erleiden. Wenn er sich aber diesen Gedankenzug seinen Lauf lässt, so begibt er sich in den Bereich von Riaa'.

 

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