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Takfiir تكفيرIslambekenner zum Ungläubigen (Kafir) erklären, des Unglaubens (Kufr) bezichtigen.


 

 
   

عن ابن عمر رضي الله تعالى عنهما أ ان رسول الله صلى الله عليه وسلم قال:  أ ايما امرئ قال لأأخيه يا كافر فقد باء بها اأحدهما اإن كان كما قال و إ الأ رجعت عليه

Ibn ‘Umar - möge der Erhabene mit ihm zufrieden sein - berichtete, dass der Gesandt Allahs  - salla Allahu ‘alayhi wa sallam - gesagt hat: Wer zu seinem Bruder sagt: Oh Ungläubiger!, so trifft es auf einen von beiden zu. Entweder ist er, wie er sagt, oder es kehrt auf ihn zurück.“  (Überliefert von al-Buchaari und Muslim)

Einen der sich zum Islam bekennt als Ungläubigen (Kafir) zu bezeichnen, ist sehr riskant und bedarf starker Grundlagen. Andererseits, wenn ein Muslim Unglauben (Kufr) als Islam gelten lässt, so verlässt er dadurch selbst den Islam, denn es ist eine Manifestation des Leugnens der Wahrheit im Herzen. Aus diesen Gründen sollte der Muslim die Überprüfung, ob ein Muslim nun Kafir geworden ist oder nicht, einem Islamischen Richter (Qadhi) überlassen, der den Fall überprüft, sofern ein solcher noch zu finden ist. Ist die Situation aber eindeutig, also wenn etwa geistig gesunder, erwachsener Islambekenner z.B. sagt: "Das fünfmalige Ritualgebet (ßalaah) ist keine Pflicht für Muslime", oder "Was der Gesandt Allahs gesagt hat, das geht mich nichts an", dann ist es - nach Vergewisserung ob er meint was er sagt - eine Pflicht, denjenigen als Ungläubigen zu betrachten, andernfalls man selbst zum Kafir wird. So man den anderen nicht in das Herz sehen kann, muss man sich mit den Äusseren bzw. den Äusserungen zur Beurteilung begnügen, andernfalls Kommunikation unmöglich würde. Um Muslim zu sein bedarf es der richtigen Glaubenslehre ('Aqiidah).

 

 

 

 

 

 

 

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