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.Dokumentation   (lat. documentum ‚beweisende Urkunde‘; aus docere ‚lehren‘)

 

 
   

Der Hungrige dokumentiert sein Essen durch sein Sattseins und der Suchende seine Suche durch das Gefundenhaben. Will nun der Suchende seine Suche und sein Finden einem anderen lehren, so dokumentiert er seine Suche und sein Finden indem er zu einem anderen darüber spricht und dabei wird der ihm Zuhörende zur lebenden Dokumentation des Gehörten; der Erzählende und der Hörende sind Dokumente. Die Veränderung die im Zuhörenden durch das Zuhören stattfindet ist die lebende Dokumentation.

Befürchtet aber der Mitteilende, dass das, was er mitteilen will verloren gehen könnte, so benützt er ein Medium, um es zu speichern und er verlagert seine Kunst der lebenden Mitteilung in ein totes Dokument. Er verliert dabei seine unmittelbare Kontrolle und er merkt unmittelbar nicht wenn falsch verstanden wird wenn das Dokument konsumiert wird. In diesem Kontext ist das lebendig gehörte Wort das beste Medium und die Abbildung das schwächste, auch wenn sie die aufdringlichste ist und in das Auge unkontrolliert und extrem schnell eindringt.

 

Die Vorstellung, dass mittels Bilder Ereignisse besser dokumentiert werden könnten ist ein Irrtum. In Wirklichkeit ist nämlich der Vorgang des Dokumentieren ein Ereignis dass mit dem Dokumentierten nichts zu tun hat. 

 

welches wiederum dokumentiert werden könnte usf. Gleichzeitig aber suggerieren Bilder, dass es sich um die Realität handelt und sie können ohne regulierende Anstrengung als Unterhaltung konsumieret werden, wie etwa aus manipulierten Kriegsberichten oder Werbung gut bekannt.

 

 

 

Sofern die Isnad (geschlossene Dokumentationskette der Überlieferer) vertrauenswürdig ist. Kriterien der Vertrauenswürdigkeit einer Überlieferung, welche haben die Muhaddithuun (Hadiithssammler) sich selbst setzten, sind streng, geht es doch um die Worte des Gesandten Allahs und damit zusammenhängenden Glauben und rechtliche Konsequenzen.

 

 

Heute ist sind mündliche Überlieferung von der Redefreiheit ausgewechselt, dass man selbst Muslime sagen hört: "Meiner Meinung nach, ist das so und so ....".

 

 

Jegliche Dokumentation beruht auf der Befürchtung, das etwas als wichtig Empfundenes, nicht vermittelt werden kann, es sei denn, es wird dokumentiert. Wer aber dokumentiert merkt, dass dieser Vorgang einerseits ein anderes Ereignis ist wie das zu dokumentieren beabsichtigte und anderseits, dass das wesentlich überhaupt nicht dokumentiert werden kann, sondern nur seine Umgebung oder nebensächliches. Wenn etwa ein Torschütze erfolgreich ist und das Dokument in Zeitlupe zeigt wie der Ball in das Tor gelangt, so erweckt dies den Anschein, dass das Wesentliche des Fussballspieles dokumentiert wurde. Tatsächlich müssten aber nicht nur die Emotionen, Überlegungen und der Schock des Torwartes in der Gegend des Herzens dokumentieren, wenn man mit der "Umgebung" nicht zufrieden ist. So aber der Dokumentationsbetrachter aber den Zustand seines eigenen Herzens erlebt und mit6 dem Ereignis des Fussballspiel fraglos gleichsetzt, funktioniert das Spiel. Die wirkliche Dokumentation ist der veränderte Mensch; er ist das Dokument.

 

Aufgabe der Kunst aber ist es, das zu vermitteln was 

 

wobei die Photographie stärker als Malerei suggeriert, dass tatsächlich etwas von den Ereignissen ohne Datenverlust dauerhaft konserviert  werden könnte. In Wirklichkeit ist Dokumentieren ein neues Ereignis, welches wiederum dokumentiert werden könnte usf.  Als ich 1970 auf die Malerei der indischen Filmindustrieaufmerksam wurde, konzipierte ich - dieses in Europa bereits ausgestorbene Malerhandwerk - zur Produktion eigner Arbeiten zu nutzen, doch fehlten mir damals nicht nur die Finanzen, sondern vor allem die Themen, die ich erst produzieren musste. Fünfzehen Jahre später erteilte ich die ersten Aufträge an einen indischen Plakatmaler, doch malte ich einige Gemälde der Serie selbst. Die digitalen Abbildungen der Gemälde sind nun "Dokumentation der Dokumentation der Dokumentation von Ereignissen und können in verschiedenen Modi angeordnet werden. Zwischen 1975 und 1980 war mir das I Ging Begleiter und über jedes der späteren Ereignisse ist eines der 64 Symbole des I ging darübergestülpt. Die einzelnen Gemälde können auch miteinander kombiniert werden und dies habe ich an zwei Beispielen gezeigt, idem ich jeweils die Gemälde in rotem Stahl zusammen umrahmte. 

 

 

Prozess um Gasexplosion mit sechs Toten - Lebenslang für Heinz N.? 

Das eingestürzte Haus.  Foto: AP

In der dritten Auflage des Prozesses um die Gasexplosion in einem Mehrfamilienhaus an der Krahestraße mit sechs Todesopfern wird für Freitag das Urteil erwartet. Dem Angeklagten Heinz N. droht wegen Mordes eine lebenslange Haftstrafe. Zudem soll gegen den Hausbesitzer die besondere Schwere der Schuld festgestellt werden. Das würde eine vorzeitige Entlassung aus der Haft ausschließen. Heinz N. soll in der Nacht zum 25. Juli 1997 zusammen mit dem bereits verurteilten Dachdecker Udo S. sein Mehrfamilienhaus auf der Krahestraße in Düsseldorf in die Luft gesprengt haben, um dadurch die Mieter loszuwerden. Anschließend wollte er angeblich das Haus wieder aufbauen und Luxuswohnungen errichten. Bereits zweimal hatte das Düsseldorfer Landgericht den aus Neuss stammenden Angeklagten verurteilt. In der ersten Auflage des Verfahrens erhielt er eine lebenslange Haftstrafe bei gleichzeitiger Feststellung der besonderen Schwere der Schuld. Im zweiten Anlauf kam eine zweite Schwurgerichtskammer des Landgerichts zu einem anderen Urteil. Wegen Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion wurde Heinz N. zu 13 Jahren und sechs Monaten Haft verurteilt. Beide Urteile hob der Bundesgerichtshof auf.  Zuletzt aktualisiert: 13.03.2008  http://www.rp-online.de/region-duesseldorf/duesseldorf/nachrichten/lebenslang-fuer-heinz-n-1.1125248

[source/frame/bab/islam_bot.htm]