Muhhammad Ibn `Abdul Wahhab

 

 

Auszug aus: ‚Al-Suhub al-Wabila `ala Dara’ah al-Hanabila‘ [Wolkenbruchartige Regenwolken über den Gräbern der Hanbali], Seite 275, veröffentlicht von ‚mam Ahmad Bookshop‘. Dieses Buch wurde im Original von den Wahabiten in Arabien veröffentlicht. Dort gibt es ein Kapitel über Scheich `Abdul Wahhab und seinen Sohn Muhhammad ibn `Abdul Wahhab. Die Wahabiten haben nicht erkannt, dass der Text kritisch gegenüber Muhhammad ibn `Abdul Wahhab war und haben es nachträglich geändert in einer neueren Ausgabe. Für den originalen arabischen Text siehe: [http://www.marifah.net/scans/abdulwahhab-ibnhumayd-original.doc]

 

 

(415) `Abdul Wahhab Ibn Sulayman Ibn `Ali Ibn Musharraf al-Tamimi al-Najdi: Er studierte fiqh bei seinem Vater, dem Autor des berühmten Werkes al-Mansak und er studierte auch bei anderen. Er erlangte religiöses Wissen und unterrichtete es auch. Er schrieb eine Erklärung einiger religiöser Angelegenheiten und es wurde als ein gut geschriebenes Werk anerkannt. Er starb im Jahre 1153 n. H.

 

Er ist der Vater von Muhhammad (ibn `Abdul Wahhab), der der Begründer einer Sendung (Die Sendung der Wahabiten) war, dessen Übel sich über den Horizont ausgebreitet hat. Jedenfalls gibt es enorme Unterschiede zwischen Vater und Sohn. Tatsächlich veröffentlichte Muhhammad (ibn `Abdul Wahhab) seine Sendung nicht bis zum Tode seines Vaters. Einige der Leute, die ich getroffen habe, erzählten Berichte von den Leuten des Wissens über die Zeitgenossen von Scheich `Abdul Wahhab, welche den Ärger über seinen Sohn Muhhammad beschreiben. Dies war, weil er nicht zustimmte, das religiöse Wissen seiner Ahnen und der Menschen aus seiner Umgebung zu studieren. Sein Vater hatte eine Vorahnung, dass etwas wegen ihm passieren würde und so sagte er fortwährend zu den Menschen, „ie viel Übel werdet ihr von Muhhammad sehen." Später geschah, was Allah bestimmt hatte. Sein Sohn Sulayman, der Bruder von Muhhammad (ibn `Abdul Wahhab) widersprach in ähnlicher Weise dieser Sendung. Er widerlegte ihn ausdrücklich mit Versen aus dem Heiligen Qur`an und AHhadiith, da der Widerlegte (Muhhammad ibn `Abdul Wahhab) keine anderen als diese zwei Quellen akzeptierte. Auch zog er nicht andere Aussagen früherer oder späterer Gelehrter in Betracht, wer auch immer es sein mochte, als die von Ibn Taymiyya und seinem Schüler Ibn al-Qayyim (al-Jawziyya). Dies ist so, weil Muhhammad Ibn `Abdul Wahhab ihre Aussagen als ausdrückliche Verse ansah, die keine Interpretation zuliess
en und er verwendete sie in Debatten mit den Leuten, trotz der Tatsache, dass die Aussagen dieser beiden Figuren dem widersprachen, was er verstand. Scheich Sulayman nannte die Widerlegung gegen seinen Bruder ‚asl al-Khitab fil Radd ‘ala Muhhammad ibn ‘Abdul Wahhab‘ (Die empathische Rede von der Widerlegung von Muhhammad ibn `Abdul Wahhab). Wie auch immer, Allah beschützte Sulayman vor dem Übel und der Irreführung seines Bruders, dessen gross
er Einfluss sich weit verbreitete. Denn wenn jemand ihm widersprach und ihn widerlegte und er nicht dazu fähig war, ihn öffentlich zu töten, so schickte er jemanden, um ihn im Bett oder auf dem Marktplatz bei Nacht zu ermorden, da er jeden, der ihm widersprach, als einen Gotteslästerer verurteilte und seine Ermordung legalisierte. Es wurde gesagt, dass ein Verrückter in der Staḍ lebte, zu dessen Gewohnheiten es gehörte, die Leute, welche auch immer vorbeikamen, zu verletzen, sogar mit einer Waffe. Muhhammad gab den Befehl, dass man diesem Menschen ein Schwert geben solle und zu der Moschee schicken solle, in der sein Bruder Scheich Sulayman allein sass. Als Scheich Sulayman ihn sah, war er verängstigt. Der Verrückte warf das Schwert aus seiner Hand und sagte, „Sulayman, hab keine Angst; Du bist einer derjenigen, die beschützt sind." Er wiederholte dies viele Male und dies ist ohne Zweifel eine Karamat.  

 

[Von al-Imam al-Allamah Scheich Muhhammad Ibn `Abdullah Ibn Humayd al-Najdi al-Hanbali (der Mufti der Hanbali-Madhab von Mekka al-Mukarrama, der im Jahre 1295 n. H. starb) Veröffentlicht auf www.marifah.net]