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"Islamischer Staat" Eine wahabitische Gruppe


 

 
   

Manche behaupten, die ersten Staaten bildeten sich bereits im vierten Jahrtausend v.C. und es werden politische Gemeinwesen der damaligen Zeit mit verschiedenen Theorien zugeschrieben. Definieren wir Gemeinwesen generell als Staat, dann ist das für die Idee des Staates aber  bedeutungslos, weil nur mehr die Frage nach einer Mindestdimension an Organisation bliebe um von einem Staat zu sprechen: Familie? tausend Familien? oder ab einer gewisse bewirtschaften Fläche usf. All dies sind keineswegs Staatsideen die für die Betrachtung eines "Islamischen Staates" von Bedeutung wären.

Europäische Geschichtsphilosophen bringen die Geburt bewusster "Staatsideen" mit dem 15. Jahrhundert ("Neuzeit") in Verbindung, als die Kirchenmacht sich langsam in Richtung Wissenschaftsmacht verschob und lokal begrenzte Herrschaften von Adeligen mehr und mehr in städtische Machtzentren abwanderten. Gesetze wurden durch Interessen der katholischen und protestantischen Kirche bzw. der Kastenordnung: "Kaiser, König, Edelmann, Bürger, Bauer, Bettelmann" sozial manifestiert. Das Wesentliche des "Staates" ist aber seine definierten Grenzen, also das Staatsgebiet, wenngleich andere "Staatsansprüche" - wie heute etwa durch die USA - ganz offen durch eigne Interessen ausgedehnt und gerechtfertigt werden. Damit das alles möglich wurde, begann das "Volk" - im Zuge wachsender "Staatsideen" in Europa -  u.a. zu glauben, dass es selbst die Machtstruktur sei und damit die Königsherrschaften abgelöst hätte. Die heutigen Könige können daher nicht mehr als Könige auftreten, sondern müssen ihre Interessen mittels gewählter Volksvertreter managen lassen, so dass das Volk für alles, was der Staat so macht, glaubt verantwortlich zu sein. Aus diesem Gefüge mit einer Reihe weiterer Lehren, hat sich letztlich die demokratische Religion entzwickelt, und dient den versteckten Königen als Rechtfertigung für alle möglichen Kriege.

Für unsere Betrachtung des "Islamischen Staates" sind diese Umrisse der Entstehung der Staatsidee insofern von Bedeutung, da gewisse Gruppen glauben, dass es einen "Islamischen Staat" geben sollte oder bereits gibt.

Anderseits wird die Kombination von Demokratie und Staat, auch als Leer-System betrachtet, welches mit den Werten des Islam aufgefüllt werden könne. Es wird von diesen Gruppen argumentiert, dass zur Zeit des Gesandten Allahs, bereits der erste "Islamische Staat" entstanden sei und darin die Grundzüge einer Demokratie existierten, was aber keineswegs stimmt.

Sicher ist, dass für einen Staat immer geographische Grenzen definiert sein müssen, innerhalb der er sich das Staatswesen entwickeln kann und allein dieser Aspekt ist sicher nicht "Islamisch". Islam und Staat oder Nationalismus ist ein Widerspruch.

.......  wird InschaaAllah fortgesetzt.

 

 

 

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