.Schar'iijah  شريعة   Gesetze Allah's - exoterische Hülle für den esoterischen (Ihhsaan) -Weg zur Tränke.

 

 

Die Schar'iija ist „eine offene Straße; der aus Qurʾān und Sunnah entnommene Gesetzeskörper, der Glauben und Praxis der Muslime regelt; ein Schutzmantel für den spirituellen Wanderer zur "Tränke", der Nähe zu Allah. Die muslimische Gesellschaft, die denn Sinn der Schar'iija nicht alles begreift - warum sie etwas darf, soll oder für sie verboten ist. sollte dedhalb den Einstieg zum spirituellen Weg nicht zerstören und offen halten indem sie an die Schar'iijah bewusst gebunden bleiben.

 

Derjenige aber, der die Schar'iija aber nicht beachtet oder sie ablehnt, der schadet sich zuerst einmal selbst; würde er nicht zurechtgewiesen oder bestraft werden, überträgt er sein Verhalten auf immer mehr Muslime und letztlich die gesamte Gesellschaft. So wie sich jede Gesellschaft vor Seuchen zu schützen versucht, so schützt sich eine muslimische Gesellacht mittels Schar'iijah auch vor seelischen Krankheiten wenngleich das viele nicht verstehen.

 

Die Schar'iija ist die Gesetzgebung Allahs; eine Zusammenfassung von Rechten und Pflichten zum Schutz für den Wanderer am spirituellen Weg, was letztlich jeder sein sollte, auch wenn er es nicht weiß. Für diejenigen aber, welche den Islaam als Privatsache betrachten - meist Anhänger der demokratischen Religion - ist die Schar'iijah eine Sammlung von Gesetzen zur Unterdrückung der "Freiheit".

 

Für diejenigen also, welche auf Grund ihrer säkularen Einstellung geistige Zusammenhänge nur reduziert oder gar nicht wahrnehmen können, erscheint die Schar'Iiah als trockenes, "formales Gesetz", dass von Gelehrten erfunden bzw. fehlerhaft interpretiert wurde, doch ist die Schar'iiah der von Allah offenbarte Schutzweg für Gläubige (entsprechend dem Qur'aan und der  Sunnah) zur Tränke. Wenn Muslime davon abweichen wollen, weil sie etwas nicht verstehen, kommt ihre Seele in Gefahr, den Islaam zu verlieren.

 

Oft wird die Schar'iiah von Ungläubigen, als trockenes  „Islaamisches Recht“ verstanden, da sie ohne Iimaan (Glaube) nur diesen Aspekt wahrnehmen können. Medien machen mit Todesurteilen, Entblößungsverbote, Auspeitschungen usf. gute Geschäfte, so dass die Schar'iiah für Ungläubige nur als etwas Abzuschaffendes, kulturell Bedingtes, Mittelalterliches, Frauen Unterdrückendes existiert.

 

Der erwachsene Muslim gilt als verantwortlich und ist verpflichtet, der Schar'iija zu folgen auch wenn er nicht versteht und nicht will wie ein Kind, das nicht aus der Giftflasche trinken darf und seine Freiheit dadurch unterdrückt erlebt. Frauen, die ihre Reize auf der Straße nicht zeigen dürfen, die fühlen freilich solange unterrückt bis sie den Sinn erkennen können; dann fühlen sie sich geschützt.