Muhammad Abduh war ein ägyptischer Journalist, und Rechtsgelehrter sowie einer der Reformdenker der islamischen Moderne; sein Lehrer war Dschamaal ad-Diin al-Afghaanii, nachweislich ein Mitglied in Freimaurerlogen von Kairo. Muhammad Abduh war Großmufti von Ägypten (1899–1905), Gründer der Nahḍa‑Bewegung (islamische Renaissance) und Vordenker der "Ikhwaan al Muslimin" (Muslimbrüderschaft). Er öffnete das Tor des Idschtihaad (zwecks Neubeurteilung von Rechtsfragen), kritisierte Taqliid und wollte das islamische Recht (Schar'iijah) an moderne wirtschaftliche Realitäten anpassen. Den ersten klaren Beleg für systematische staatlich akzeptierte Zinsgeschäfte gibt es spätestens 1898 mit der Gründung der National Bank of Egypt, die reguläre Kredit‑ und Zinsgeschäfte betrieb. Muhammad Abduh hat das als Großmufti nicht untersagt. Die staatlichen Zinsgeschäfte haben die englische Soldaten im Land nach und nach bis 1946 überflüssig gemacht.
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