As-Ssalaah  ٱلصَّلَاةُ

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Ritualgebet -  Hauptaktion

 

 

 Ssalatu-l-Witr   صلاة الوتر  ungerade  Rak'ah - Anzahl von 3

 

 

Das Witr-Ssalaah صلاة الوتر zu verrichten ist waadschib (verpflichtend) und es ist Sunnah, dieses nach dem Ssalaatu-l-Tahadschud zu verrichten. Daher sollte jemand, der sicher ist, dass er das Tahadschud nicht verpassen wird, sein Witr-Ssalaah erst nach dem Tahadschud verrichten, denn das ist die beste Vorgehensweise. Wenn er sich jedoch nicht darauf verlassen kann, sollte er das Witr verrichten, bevor er nachts schlafen geht, denn das ist die vorsichtigere Vorgehensweise.

 

Auszug von "MA LA BUDDA MINHU"

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Witr besteht aus drei Rakʿaat und – nach Imam Abuu Hhaiifa – einem einzigen Salam (am Ende - nach links und rechts). In jeder der drei Rakʿaat sollen die Faatihha und eine weitere Suurah (oder ihr entsprechendes Maß an Versen) rezitiert werden. In der dritten Rakʿah soll nach der Rezitation (von Faatihha und andere Suurah) und vor dem Rukuuʿ die Duʿaaʾ-  Qunuut gelesen werden. Dies ist an jedem Tag des Jahres zu tun. Nach Imaam asch‑Schaafiʿii ist es Sunnah, die Duʿaaʾ-Qunuut nur in der zweiten Hälfte des Ramaḍaan zu lesen. Außerdem sagen die meisten Imame, dass die Qunuut nach dem Rukuuʿ gelesen werden soll, während der Betende sich in der kurzen Qiyaam‑Position (vor dem Sadschdah) befindet.

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Es ist Bidʿah, die Qunuut im Fadschr‑Ssalaah zu verrichten, obwohl es nach Imaam asch‑Schaafiʿii Sunnah ist, es zu dieser Zeit zu verrichten. (Daher sollte eine Person, die Imaam asch‑Schaafiʿii nicht folgt, niemals Witr zu dieser Zeit verrichten.)

 

Es ist mustahabb, im ersten Rakʿah des Witr Suurat al‑Aʿlaa, in der zweiten al‑Kaafiruun und in der dritten al‑Ikhlaaṣ zu rezitieren.

 

Nach dem Witr‑Ssalaah sind zwei Rak'aat mustahhabb (jedoch nicht im Sitzen, wie Ashraf ʿAlii Thaanawii in einer Randnotiz seines Buches Bihisht-i-Zewar anmerkt). Es ist eine Sunnah Muʾakkadah, das Tahadschud-Ssalaah zu verrichten. Der Gesandte Allahs – Allahs Frieden und Segen seien auf ihm – hat es niemals absichtlich ausgelassen. Wenn er Allahs Frieden und Segen seien auf ihm – es ausnahmsweise einmal nicht verrichtete, hat er zwölf Rak'aat irgendwann am Tag als Qaḍaa' verrichtet.

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Der Gesandte Allahs – Allahs Frieden und Segen seien auf ihm – verrichtete sein Tahadschud und Witr manchmal in sieben Rak'aat, manchmal in elf, manchmal in dreizehn und manchmal in fünfzehn. Manchmal verrichtete er diese Rak'aat zwei auf einmal, manchmal vier auf einmal und manchmal sogar alle auf einmal mit nur einem Salaam. Manchmal erneuerte der Gesandte Allahs – Allahs Frieden und Segen seien auf ihm – für jede zwei Rak'aat sein Wuḍuuʾ und benutzte dabei seinen Miswaak, danach schlief er etwas, wachte wieder auf und verrichtete erneut zwei Rak'aat – und so weiter bis Fadschr.

 

Manchmal rezitierte der Gesandte Allahs – Allahs Frieden und Segen seien auf ihm – alle vier dieser Suren in einer einzigen Rakʿah. Haḍrat ʿUthmaan – möge Allah mit ihm zufrieden sein – rezitierte einmal den gesamten Qur'aan in einer einzigen Rakʿah des Witr-Ssalaahs. (Imaam Abuu Hhaniifa pflegte ebenfalls, den gesamten Qur'aan in einem Rakʿah des Tahadschud zu rezitieren.) Es ist mustahhabb, täglich so viel zu rezitieren, wie man regelmäßig schaffen kann. Es ist vorzuziehen, den Qur'aan einmal, zweimal oder dreimal im Monat vollständig zu rezitieren. Die meisten Ssahhaabah – möge Allah mit ihnen zufrieden sein – pflegten den gesamten Qur'aan in sieben Nächten zu rezitieren, wie folgt:

 

Suurah al‑Baqarah, Suurah AlʿImraan und Suurah an-Nisaaʾ (beginnend mit Suurah al‑Faatihhah)

Von al-Maaʾidah bis Suurah Yuunus (fünf Suren)

Von Suurah Yuunus bis Suurah Banii Israaiil  (sieben Suren)

Von Suurah Banii Israaiil bis Suurah ash‑Schuʿaraa' (neun Suren)

Von Suurah ash‑Schuʿaraa' bis Suurat as-Ssaaffaat (elf Suren)

Von Suurat as-Ssaaffaat bis Suurat Qaaf (dreizehn Suren)

Von Suurat Qaaf  bis zum Ende des Qur'aan (fünfundsechzig Suren)

 

Der Qur'aan sollte langsam rezitiert werden, mit genauer Beachtung der richtigen Aussprache und der Bedeutung. Diese Art der Rezitation nennt man Tartīl.

 

Ende der Auszgs von  "MA LA BUDDA MINHU"