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Das Rätsel der Sternbilder Ein Steinzeitatlas am Firmament

erhalten von Levent Yuekcue  Levent.Yuekcue@eu.sony.com

SURE 6. DAS VIEH

VERS 97. Und Er ist es, Der die Sterne für euch geschaffen hat, auf dass ihr durch sie den Weg in den Finsternissen zu Land und Meer finden möget. Und so haben Wir bis ins einzelne die Zeichen für die Menschen, die Wissen haben, dargelegt. (QS. 6:97)

SURE 16. DIE BIENE
VERS 12. Und Er hat für euch die Nacht und den Tag dienstbar gemacht und die Sonne und den Mond; und die Sterne sind auf Seinen Befehl hin dienstbar. Wahrlich, darin liegen Zeichen für die Leute, die Verstandhaben. (QS. 16:12)
VERS 15. Und Er hat feste Berge auf der Erde gegründet, damit sie nicht mit euch wanke, und Flüsse und Wege, damit ihr recht gehen möget (QS. 16:15)
VERS 16. und (Er hat) Wegzeichen, Wegmarken (geschaffen); und durch die Sterne finden sie die Richtung.
(QS. 16:16)

Sie heißen Bär, Jungfrau oder Löwe, sehen aber überhaupt nicht so aus: Warum tragen Sternbilder Namen, die nicht mit ihrer abstrakten Form in Einklang zu bringen sind? Warum und von wem wurden einzelne Himmelskörper, die physikalisch nichts miteinander zu tun haben, durch Linien verbunden und zu Sternbildern zusammengefasst?

Fragen, auf die der Frankfurter Geograph Kai Helge Wirth eine überraschende Antwort gefunden hat: Die uns bekannten, uralten Sternbilder decken sich verblüffend genau mit Küstenkonturen, Inselgruppen, Flussläufen und Meeresströmungen des nordatlantischen Raumes. Sie könnten also eine an den Himmel projizierte, prähistorische Land- und Seekarte sein, die es Menschen möglich machte, schon lange vor den Wikingern das Mittelmeer und den Atlantik zu befahren.

Eine kühne These, die sich jedoch mit neuen archäologischen Funden deckt: Immer mehr deutet darauf hin, dass es schon in der Frühgeschichte zwischen den Völkern Europas, Afrikas, Asiens und Amerikas einen regen Austausch gab - über Meere hinweg. In einer noch nicht karteografierten Welt können solche Kontakte nur mit Hilfe eines ausgeklügelten Navigationssystems zustande gekommen sein. Die Sternbilder erfüllen alle Voraussetzungen dafür. Wie alle Forscher, deren Thesen sich nicht mit dem derzeitigen Stand der Geschichtsschreibung decken, stößt auch Kai Helge Wirth auf Kritik und Ablehnung. Allerdings gibt es auch Stimmen in der wissenschaftlichen Gemeinschaft, die Wirths erstaunliche Entdeckung für absolut nachvollziehbar halten. Fest steht, dass es bislang keine andere schlüssige Erklärung für die Entstehung und den Sinn der ältesten Sternbild-Formationen gibt - ebenso wenig wie für die zunehmenden Hinweise auf interkontinentale Kontakte früher Völker.

 

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