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     Gebiete        

Cum grano salis" oder "Tempi passati

Conrad F. Stäheli | Luziaweg 5 | Postfach 226 | CH-8807 Freienbach | Switzerland | Tel. +41 (0)55/420 13 80 | Fax. +41 (0)55/420 13 84 | E-Mail. conrad.staeheli@bluewin.ch  |  Sehr geehrte Damen und Herren, angesichts der aktuellen Presseartikel und Nachrichtensendungen bezüglich den Anschlägen in London, habe ich mein Pamphlet von Gestern um einige Ergänzungen erweitert, welches nun folgt:

 

 

 252 die ganze Heuchelei

 

 

 

Liebe Leserin, lieber Leser,

es ist leider nicht mehr so wie Früher, dies hat der „Double O’ Seven“ von London vom 7. Juli 2005 gezeigt. Früher, das war die Zeit als man noch ungestraft und ohne jede Furcht vor Ressentiments den sogenannten «Primitiven» – damit sind natürlich diejenigen Erdenbürger gemeint, welche nicht Bestandteil der europäischen und abendländischen Kultur sind – ihnen ihre Besitztümer, ihr Land, ihre Kultur und Reichtum stehlen und letztendlich sie noch zu hunderttausenden foltern, versklaven und ermorden, ja ganze Stämme und Ethnien ausrotten konnte. Diese «Primitiven» konnten sich nicht einmal gegen diese – im Vergleich  waffentechnisch hoch überlegenen Horden und Heere – wehren, oder wollten es auch oftmals nicht. Vornehmlich wurden diese «Heldentaten» durch den Hochadel oder Handelsorganisationen iberischer, niederländischer, angelsächsischer Provenienz und deren Schergen ausgeführt. Diese Aktionen wurden dann Eroberungen im Namen der Krone oder Gottes, des Fortschritts und der Verbreitung des christlichen Glaubens genannt, die erfolgreichen Führer dieser Eroberungen wurden dann als tapfere Eroberer und Helden gefeiert und hielten Einzug in die Analen der Geschichte.

Mit freundlichen Grüssen

 

Conrad F. Stäheli

 

 

Aber Heute ist das ganz anders, da wagen es doch ein paar «primitive» Muselmanen, als Amateur- und Hobbybombenbastler, sich mit ganz banalen und primitiven Mitteln und Ingredienzen, wie wir sie zu Unkrautvertilgung oder zur Wachstumsförderung in unseren Feldern, Wiesen und Gärten verwenden, mit Zucker, mit dem wir unseren Kaffee süssen, mit Öl, mit dem wir unsere Maschinen schmieren, unsere Autos betreiben und unsere Wohnungen heizen, mit ein paar Modifikationen am Empfängerteil eines Mobiltelefones, sich gegen eine «fortschrittliche» und bis an die Zähne bewaffnete Kultur zur Wehr zu setzen. Diese «feigen» mörderischen Terroristen, die die Unverschämtheit aufweisen, sich gegen diejenigen zu wehren, die ihnen Greise, Kinder und Kranke zu hunderttausenden – ja schätzungsweise sogar bis gegen 2 Millionen – ermordet haben, die ihnen «couragiert» Marschflugkörper, abgefeuert von unseren «braven» und «tapferen» Soldaten aus einigen hundert bis tausend Kilometern Entfernung, Bomben, abgelassen aus 5'000 und mehr Meter Höhe, auf die Köpfe schmeissen, ihnen noch dazu, als Belohnung und Wertschätzung, das Öl klauen. Ja es kommt noch schlimmer, diese «Primitiven» die Impertinenz haben, sich zu wehren gegen diejenigen, die ihnen Medikamente und Nahrungsmittel verweigerten und die davon Betroffenen dabei viel menschliches Leid erfahren mussten und dies tagtäglich nun in Bagdad und anderen Orten erleben müssen, ohne dass es bei der Mehrheit unserer Gesellschaft Mitleid erweckt. Dies ist doch die Kulmination der Dreistigkeit sich gegen uns aufzulehnen und aufzubegehren, uns, der Rasse und Angehörigen der europäischen und abendländischen Kultur, die jährlich Milliarden von Dollars in die Rüstungsindustrie steckt. In eine perfide und pervertierte Rüstungsindustrie, die ganze Kohorten von hochrangigen gehirnamputierten und hochbezahlten Wissenschaftlern und Forschern beschäftigt, damit man mit weniger materiellem und finanziellem Aufwand noch mehr Menschen auf einen Schlag ins Nirwana befördern kann (s. Hiroshima und Nagasaki, wo gleich zigtausend Menschen mit einem Schlag vernichtet wurden und einige auch heute noch an den Folgen sterben), wie unsere «hochstehende» Kultur in den letzen beiden Jahrhunderten schon mehrmals bewiesen hat. Vielleicht könnt Ihr Euch eines Tages zu den «Glücklichen» zählen, wenn eines Tages einer unserer geistesgestörten Staats- und/oder Militärführer Euch ein Atombömbchen auf die Birne schmeisst, die dann gleich einige zigtausend «Primitive» in Staub und Asche verwandeln. Die Entwicklung und der Einsatz dieser Massenvernichtungswaffen hat gleich mehrere Milliarden Dollar gekostet, wie es unserem Kulturkreis eigentlich üblich ist und wird Euch das Fürchten lernen, damit Ihr wisst, wo der «wahre» Gott sitzt, meiner kann es auf jeden Fall nicht sein, der würde so etwas nicht zulassen, muss demnach wohl Gott Mammon sein.


Das ist doch purer Terrorismus und Mördertum in Reinkultur, sich mit so primitiven und vor allem billigen Mitteln der Amateur- und Hobbybombenbastler gegen uns hochgerüsteten, und mit teurer modernster Waffentechnologie ausgerüsteten «edelmütigen» und «aufopfernden» Abendländer zu rebellieren, das geht doch nicht weiter so, das ist doch reine Häresie und vor allem nagt es an unserem Selbstbewusstsein. «Undank ist der Welten Lohn», da haben wir doch Euch von einem schändlichen Diktator befreit – den wir allerdings mehrere Jahrzehnte tatkräftig mit Waffen und Giftgas unterstützt haben, damit er die gemeinsamen Feinde eliminieren konnte, erst als er uns nicht mehr dienlich war, entschlossen wir uns ihn aus dem Verkehr zu nehmen. Zugegeben, diese Aktion hat einigen hunderttausend unschuldigen Irakern das Leben gekostet, aber das waren ja «nur» Kollateralschäden und keine Angehörigen unserer Kultur, daher: was soll es?

Daher appelliere ich an die muslimische Gemeinschaft, lasst uns wieder zu den guten alten Zeiten zurückkehren. Lasst Euch doch bitte wieder unsere Projektionsträger sein, damit, wenn uns das schlechte Gewissen plagt, wir unsere Schandtaten auf Euch abschieben können, damit wir ruhigen Gewissen schlafen können. Lasst Euch doch bitte wieder in großen Mengen umbringen, euer Öl, eure Besitztümer, eure Ehre und Land stehlen, vor allem aber wehrt Euch keinesfalls dagegen. Und bringt doch bitte Eure lieben Kumpels im Iran davon ab, Atombömbchen zu bauen, denn dies ist nur uns und den Israelis vorbehalten. schließlich sollt ihr Euch vor uns fürchten und nicht wir vor Euch. So können dann wieder einige wenige Besitzende gemächlich auf ihrem fetten Hintern sitzen, beruhigt schlafen und in Saus und Braus leben. Die «edelmütigen» und «aufopfernden» Abendländer können sich dann wieder als «Eroberer» und «Helden» feiern, frei nach dem Motto: „Die guten Helden sind wir, die Mörder und Terroristen sind immer die anderen“.

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