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Wie das Pervertieren der Auserwähltheit in Rassismus und zur Diaspora führte.

Muhammad Abu Bakr Müller   -  Ramadaan 1440 / 2019

Eine stark komprimierte Darstellung, die ein dichtes Geflecht von spirituellen (also eher zeitlosen) und geschichtlichen Ereignissen beherbergt. Wer den hier erklärten Gesamtzusammenhang aus den Augen verliert, dem werden auch noch so viele Details die Augen nicht öffnen. Zu den Geschichtsereignissen sind Millionen von Seiten geschrieben worden, doch versuche ich hier nur auf die wesentlichsten Aspekte zu dem im Titel ausgedrückten Zusammenhg hinzuweisen.

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Sollten etwa die vielen bereubaren Sünden, also das Nichtbefolgen der Thora in deren einzelnen Gesetzen, der Grund für die Zerstreuung (Diaspora) gewesen sein? Sicher nicht! Es war das verlassen der Auserwähltheit für den göttlichen Auftrag - die Ergebenheit - also den Islam in seiner damaligen Form - im Land zu verbreiten. Diese Auserwähltheit wurde aber zum Rassismus pervertiert und das war die unverzeihbare, anhaltende Sünde der Gottergebenen (dem Sinn nach Muslime). Das war nicht nur der Bruch im Bund zwischen Allah und den Nachkommen Israels, sondern die Pervertierung der Auserwähltheit zum Rassismus. Und was ist Rassismus im Kern? Versteckter Götzendienst, denn wer sich selbst dem Schöpfer (als auserwählte Rasse) zur Seite stellt - im konkreten Fall zu glauben beginnt, dass er allein auf Grund seiner Geburt im Gegensatz zu allen anderen Mensche gerettet sei - der verehrt nicht mehr Allah, sondern sich im Grunde sich selbst, auch wenn es nach außen nicht so aussehen mag und die Betroffenen es selbst nicht wissen (sonst würden sie es ja ohnehin nicht tun). Nur diese Sünde (Schirk) verzeiht der Schöpfer nicht. Wenn die Abstammung bzw. die Auserwähltheit als immerwährende als Garantie um in das Paradies zu gelangen gesehen wird, dann ist das Selbstverehrung bzw. versteckter Götzendienst. Allah wählte die Nachkommen Jakobs zur Verbreitung der Gottergebenheit in Palästina (damals Kanaan) und statte sie dafür mit besonderen Fähigkeiten aus. Diese Selbstverehrung ist versteckt unter der Hülle der Thora, doch ist das Paradies für Selbstverehrer versperrt, bis sie bereuen und in die Gottergebenheit (den Islam) - für die Sie Allah auserwählt hatte - zurückgefunden haben, also wieder Muslime geworden sind.  Wer allerdings die Vorstellung von verschieden wahren Religionen auf Grund formaler kultureller Oberflächn in sich trägt, der kann das nicht nachvollziehen.

 

Als die Nachkommen Israels (Yaqub's - der Friede sei mit ihm), anlässlich einer Hungersnot nach Ägypten auswanderten und über Generationen unter Pharaonenherrschaften lebten, da definierten sie sich noch nicht als Juden. Schließlich flohen sie unter der Führung des Propheten Moses (der Friede sei mit ihm) aus dem Land, denn sie wurden massiv unterdrückt und es folgte ein langes Umherirrens in der Wüste und viele unter ihnen wandten sich dem Götzendiener zu oder hatten sich noch gar nicht abgewandt und beteten ein goldenes Kalb an.

 

Moses - Friede mit ihm - erhielt die Offenbarung und die Götzendiener hatten ihren Kult zu beenden. Allah verhieß den Umherirrenden Stamm ein Land, wo sie den dort lebenden Götzendienern die Offenbarung, also die Wahrheit verkünden sollten. Moses  - der Friede sei mit ihm - starb bevor sie unter der Führung seines Bruders Aron - der Friede sei mit ihm - das gelobte Land erreichten. Laufend gab es Kämpfe mit den Einheimischen, welche an ihrer Götzenverehrung festhalten wollten, aber auch Machtkämpfe unter den Migranten. Nicht alle Herzen des Stammes Israels akzeptierten die Propheten - welche  Allah zur ihrer Rechtleitung sandte, denn andere Vorstellung vom Leben hinderten sie vor der Ergebung vor Allahs. Zuletzt wurde der Prophet Jesus mit der Rechtleitung zu ihnen gesandt - der Friede sei mit ihn.

 

Die Kämpfe und kulturellen Entwicklungen erstreckten sich über Jahrhunderte, und viele Ehen wurden zwischen den Ureinwohnern und den Eingedrungenen geschlossen. Als was aber galten deren Kinder? Als Juden? Ab wann sich diese Frage stellte ist mir unbekannt, doch vermutlich war das ein Langsames Aufkommen des Rassismus, der die ursprüngliche Lehre verdrängte? In dieser ständigen Entwicklung ist das Konzept des "auserwähltes Volkes" entgegen dem Sinn und Zeck ihrer Ausgewähltheit herangereift und das Konzept des "Jude seins" wurde im Nachhinein über die Geschichte gestülpt. So hat wohl diese Perversion begonnen. Nichtjuden sind Goym und Tieren gleichgestellt. 

 

Diese Perversion, also der geistige Schritt von der "Auserwähltheit zum Verkünden der Wahrheit" hin zur "Auserwähltheit Jude zu sein", dürfte nach und nach, aber spätestens in der Zeit des Propheten und König Sulaimaan - der Friede sei mit ihm - so richtig in Schwung gekommen sein. Letztlich ist aber das Datum für unsere Betrachtung nicht wesntlich. Mit diesem Überstülpen der "Auserwähltheit des Jude Seins"  begann die rassistische Selbstverherrlichung, und das ist der Kern der Perversion des göttlichen Auftrags. In dieser Selbstverherrlichung  steckt die Wurzel jeglichen Rassismus.  Das Besser sein auf Grund von Geburt und das "deshalb Dürfen" was andere nicht dürfen ist wesentlicher Bestandteil jeder Art von Rassismus. Dieser Schritt - der sich wohl über hunderte Jahre erstreckte bis auch das zweite Bein gänzlich nachgezogen war - das ist die unverzeihliche Sünde welche in der Diaspora mündete. In diesem Kontext ist es dann belanglos, ob sich Juden als Nachkommen, Volk, Rasse, Religionsgruppe oder Kombination davon betrachten.

 

In der Diaspora wurde dann das Konzept des jüdischen Staates noch übergestülpt, wodurch das "Jude sein" zusätzlich in eine nationale Dimension verschoben wurde. Dabei war es für Herrn Herzl noch keine Voraussetzung, dass der jüdische Staat in Palästina sein muss. Gott wurde jedenfalls mit der Nationalisierung zur Privatsache erklärt, während das Abstammungsblut nunmehr einziges rechtliches Merkmal des echten Staatsbürger wurde. Während manche Gruppen den Zionismus auch spirituell zu rechtfertigen begannen (insbesondere der Chabad / Lubavitch / Hasidic Bewegung), lehnten orthodoxe Juden - welche weiterhin nach der Thora leben wollen - den Zionismus strikt ab. Sie werden heute als ultraorthodoxe, oder als verrückte oder rückständige Juden in den Medien abgestempelt.  Es gibt aber auch viele andere säkulare Juden, welche den Zionismus und damit Israel aus ihre Gründen ablehnen.

 

Der britische Kulturphilosoph und Historiker Arnold J. Toynbee beschrieb die zionistische Selbstdarstellung so: "Wir sind Juden, die lebenden Repräsentanten des Stammes Juda, der zusammen mit den elf anderen Stämmen Israels im 13. Jahrhundert vor Christus fast ganz Palästina eroberte ................ bis wir im Jahre 135 nach Christus von den Römern vertrieben wurden." (.... Historiker haben sehr unterschiedliche Erkenntnisse zu den Zeiträumen usf., doch sind diese für unsere Betrachtung nicht von Belang.)

 

Zionisten definieren sich heute jedenfalls als die echten Juden und gehen davon aus, dass ihre Religion auf "ihr Volk" beschränkt ist, wenngleich sie einen rein konzeptionellen Türspalt zur Konversion offenlassen, der aber so eng ist, dass niemand gänzlich durchkommen kann. De facto kann man nicht Jude  werden, doch kann man sich zur jüdischen Religion bekennen, womit "die Juden" aber meist keine Freude haben wenn das jemand will und es gibt auch keine bemerkbaren Bestrebungen der Juden, Nichtjuden in das Boot zu holen. So sagen jüdische Gelehrte der Chabad / Lubavitch / Hasidic Bewegung, dass nur diejenigen Juden sein können, deren Vorfahren bei der Verkündung der Offenbarung durch den Propheten Moses (Friede sei mit ihm) am Sinai anwesend waren, wobei dieses "jüdisch sein" mütterlicherseits weitergegeben worden sein muss.

 

Zionisten leiten von ihre Abstammung ihrer angeblichen "Vormütter", die einst im Gebiet von Palästina gelebt haben sollen, also das Recht ab, sich dort wieder niederzulassen und dürfen daher die Palästinenser vertreiben, ermorden und wenn die Zeit dafür gekommen ist - den zerstörten Tempel wieder aufzubauen. Anders als orthodoxen Juden, ist es in Bezug auf die Landbesetzung für Zionisten nicht wichtig, ob die sich ansiedelnden Juden an Gott glauben oder nicht; entscheidend ist nur ihre Abstammung (Volkszugehörigkeit, Rasse, Blut, DNA) um einen Rechtsanspruch zu haben um israelischer Staatsbürger zu werden. Während Zionisten ihre Tätigkeiten als die von Gott vorhergesagte Wiedererrichtung des Tempels definieren, lehnen die traditionelle Juden diese Sicht grundlegend ab, denn sie glauben, dass nur Gott selbst die Wiedererrichtung geschehen lassen kann. Traditionelle Juden erleben, wie das Judentum (als ihre Religion) von den Zionisten gekidnapped wurde und wird.

 

Die einstige Vertreibung der Juden aus Palästina durch die Babylonier bzw. Römer - da sind sich "Zionisten" und orthodoxe Juden einig - geschah auf Grund ihres sündhaften Lebens, bzw. der Nichtbefolgung der Gesetze Gottes, also der Thora. Wenn unter dieser Sündhaftigkeit die vielen alltäglichen Sünden, wie etwa Lügen, Prostitution, Mord, Wucher (Zinsen) usf. gemeint sind, dann hat sich wohl nichts geändert und das ist bauch nicht zu erwarten. Also was war bzw. ist dann die entscheidende Sünde welche zur Vertreibung führte?  Und was ist mit der Wiedererrichtung des Tempel eigentlich gemeint, wenn dort ohnehin schon ein meisterliches Bauwerk der Gottergeben steht?

 

Realität ist, dass die Mehrheit der Urmütter der Zionisten nie in Palästina gelebt haben, vermutlich germanische Frauen waren (jedenfalls nicht jüdische), die vielleicht von aus Palästina stämmigen Juden geschwängert wurden, wie sich durch DNA-Analysen herausgestellt hat. Eine weiter große Gruppe der heutigen Juden, womöglich die größte, stammt von den weiblichen Khasaren (nördlicher Kaukasus) ab, die sich wohl mit jüdischen Gehrten und Händlern aus Bagdad verehelicht haben. Wenn auch das meiste der Geschichte nicht bekannt ist, sicher ist, dass der zionistische Rechtsanspruch auf Palästina auf Grund der Abstammung ko0mpületter erfunden ist bzw. ein falsch fabriziertes, überstülptes Konzept mit dem neben dem Holocaust moralische Rechtfertigungen mediamystisch fabriziert werden.

 

Abstammung kann niemals eine Rechtfertigung für Verbrechen sein. Wer rassistische Verbrechen wie etwa das Deutsche, Zionistische oder Myanmarische usf. zu rechtfertigen versucht, der ist persönlich an den jeweiligen Verbrechen beteiligt. Ob Politiker, Wirtschaftspekulanten, Künstler usf., welche Palästina besuchen und den Zionisten ihre Ständchen singen, die sind damit nicht nur an deren Verbrechen beteiligt, sondern unterstützen die Verbrecher auch moralisch und damit auch gewalttätige Reaktionen, denn diese entstehen immer durch Unterdrückung. Und das gilt auch für diejenigejn, welche  zionistische Verbrecher am roten Teppich empfangen.

 

Zionismus ist eine dem Judentum entwachsene Sekte bzw. eine Religion, welche "Wiederbetätigung" für sich selbst legalisieret hat, nur das es sich nicht um das Deutsche Reich-, sondern um das zionistische "Reich" im geraubten Land geht. Zionisten teilen sich in verschiedene Sekten, doch allesamt sind der jüdischen Religion diametral entgegen gesetzt, auch wenn dies Außenstehende oft nicht so leicht verstehen können und dort Geborene in ein aufgezwungenes Identitäts-Dilemma bringt. 

 

Mehr wie die Hälfte der Zionisten in Palästina gibt laut Umfragen an, nicht an Gott zu glauben, obwohl sich deren Vorväter vor allem durch ihren Glauben an Gott definierten und und deshalb als rechtgeleitet galten, egal von welchem Volk sie abstammten und waren dem Sinn nach Muslime, also Gott ergebene. Die Nachkommen Israels waren von Allah "auserwählt" um den Monotheismus, also die Gottergebenheit, den Islam in seiner damaligen Form zu verbreiten.  Der Rassenwahn, der wurde erst später darüber gestülpt und ist auch die Grundlage der zionistischen Religion. Die Auserwähltheit zur Verkündung der Gottergebenheit mutierte zur Selbstverherrlichung, also in den damit genährten, versteckten Götzendienst. Konzeptionell kann jeder Zionist werden, Juden aber nur wen "Auserwählter" dem Blut nach ist.  So wie "Deutscher" unter Hitler.

 

Wie schon erwähnt, die Mehrheit der Zionisten stammt ohnehin nicht von dem Volk Israel's - welches aus Ägypten flüchtete - ab, sondern von deutschen und khasaarischen Müttern, wie mittlerweile mit DNA nachgewiesen wurde. Damit ist auch der "Blut - Anspruch" im Sinne einer Rückkehr nach Palästina, zur blanken Medienmystik geworden.

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