Amal - عمل  jegliche Handlung    (Pl.) 'Amaal

 

 

Amal - عمل  sind alle Handlungen. Tatsächlich werden alle Handlungen, alle Bewegungen bis zu den Atomen und viel kleiner von Allah in jedem Moment neu erschaffen.

Nur die Verantwortung für seine Absichten trägt der Mensch; was aber geschieh, das bestimmt nur Allah. Allah spricht und es ist. Allah beschreibt Seine Handlungen mit Begriffen, die dem Menschen bekannten sind, doch sind es nur Gleichnisse bzw. Mutaschaabihaat (Allegorien), die nicht wörtlich verstanden werden dürfen. So sagt Allah: "Er steigt bis in den untersten Hímmel in der zweiten Hälfte der Nacht herab" oder "Ich mit Meinen Händen geschaffen" usw. Das "Wie" (bi laa kaifa) بِلا كَيْفَ dieser Handlungen Allahs entzieht sich jedoch vollkommen der menschlichen Vorstellungskraft, die nur dei eigenen Handlungen kennt. Deshalb sollen sollten Muslime Interpretationen (Tawiil) der Handlungen Allahs  meiden; auslasen. Allah erschafft alle Handlungen des Menschen, doch sind diese Vorgänge mit Kausalitäten verschleiert. 

 

 

Handlung des Menschen

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sind etwas anderes als sein Glaube, gemäß dem Beweis, dass der Gläubige oftmals von einer Verpflichtung entbunden wird aber es ist nicht möglich, zu sagen, dass er vom Glauben entbunden wurde. So ist es also mit der menstruierenden Frau (Hhaa'iḍ) und der Frau im Nifaas (Wochenbett), Allah (subhhaanahu wa taʿaalaa) entbindet sie von [der Pflicht] des Gebets und des Fastens und es ist nicht möglich, zu sagen, dass Er sie vom Glauben entbunden hat oder dass Er ihr das Verlassen des Glaubens befohlen hat. Das Gesetz (Scharʿ) sagt ihr: „Lass das Fasten, vollziehe es später.“ Aber es ist nicht möglich, zu sagen: „Lass den Glauben, sodann vollziehe es später.“ Es ist erlaubt, dass gesagt wird: „Es gibt für den armen Mann keine Verpflichtung zur Zahlung der Zakaah (Almosensteuer).“ Aber es ist nicht erlaubt, dass gesagt wird: „Es gibt für den armen Mann keinen Glauben.“ Die Vorherbestimmung von Gut und Böse ist komplett von Allah (subhhaanahu wa taʿaalaa), denn wenn jemand annimmt, dass die Vorherbestimmung von jemand anderem außer Ihm (Gott) ist, wird er ungläubig an Allah (suhhḥaanahu wa taʿaalaa) und sein Monotheismus (Tawhhiid) wird ungültig, sofern der Monotheismus sein Glaubensbekenntnis war."    ....... Aus Kitāb Al-Waṣiyya von Imaam Abuu Hhaniifah (Möge Allah seine Seele heiligen).

 

Sünden (Pl. Dhunuub ذنوب) sind solche Handlungen, durch welche sich der Sünder selbst in seiner spirituellen Beziehung zu seinem Schöpfer schädigt und betrügt, er ein Mu'min (Gläubiger) ist, denn dann sollte er der Bedeutung nach wissen, welche Handlungen Alllah als Sünde im Qur'aan offenbart hat und was Sein Gesandter dazu erklärt hat. Von der Wurzel her bedeutet Dhanb: Schwanz, Ende, Nachfolger, Handlanger und die Sünde ist ein Schwanz den sich der Sünder nach sich zieht; Handlanger des Teufels. Würde sich der Sünder die Sünde beim Sündigen nicht als Vorteil vortäuschen, würde er ohnehin nicht sündigen, doch in seiner Seelenbereitschaft zum  Selbstbetrug, findet Schaitdaan (Satan) seine Chance zur Verführung. Neben Dhanb finden sich im Qur'aan für "Sünde" auch die Begriffe Ithm, Khati’ah, Dschurm, Dschunah, Haradsch und Gelehrte haben deren unterschiedliche Bedeutung differenziert, sie sind hier jedoch oft austauschbar.

 

Eine besondere Handlung ist die Neuerung (Bid'ah) in der Religion; gemeint sind Neueinführungen im Bereich der Lehren und der Rituale des Islaams, und Handlungen welche der Sunnah inhaltlich widersprechen, oder diese Bereiche in ihrer Bedeutung beschädigen oder schmälern. Also Neueinführungen in den Bereichen 'Aqiidah, 'Ibadah (Anbetung) und SunnahDer Gelehrte Asch-Schaafii prägte den Unterschied zwischen einer lobenswerten und einer verwerflicher Bid'ah, doch wird diese Aussage missbraucht und nach Bedarf verdreht. Jede Bid'ah, welche dem Qur'aan, der Sunnah, dem Idschma' (Konsens der Gelehrten) und den anerkannten Überlieferungen der Ssahhaabah (Gefährten des Propheten) sinngemäß widerspricht, ist verwerflich und führt in das Feuer.

 

Handlungen haben ihren Wert durch ihre jeweilige Niyyah (Absicht) und haben ihren spirituellen Kontext im Lebens nach dem Tod. Eine gute Absicht, ohne Anstrengung zur möglichen Handlung wird bald wertlos und "gute Absichten" machen Verbotenes nicht erlaubt. Die Muslime werden von Allah am Jaumu-l-qiamah (Tage des Gerichts), nach ihren Handlungen befragt. Daher sollten Handlungen stets mit dem Qur'aan (Offenbarung Allahs), den Hhadiithen (Erklärungen des Propheten Muhhammad  - Allahs Friede und Segen auf Ihm) hinterfragt werden. Die Arkaan (Säulen des Islaam) sind für alle Muslime verpflichtenden Handlungen, sofern sie dazu in der Lage sind.