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  Österreich  

Von Müller zu Muhammad 1     [Mit meinen Kommentaren in Fußnoten]

ein Artikel von Gerald John in DER STANDARD vom 15./16.9.2007

Ansätze in Fussnoten für Denkende 2   

von Muhammad Abu Bakr Müller 10. Ramaḍaan 1428 | 24.September 2007

 

 hbn. 008361 |  "handabhacken"  | 1428 (2007)

Papier  | durchgerieben |  49 x 34 cm

 

Sie wechseln zu einer Religion, die im Westen zunehmend als intolerant und aggressiv gilt - Besuch bei zwei Konvertiten 3

Sie wechseln zu einer Religion, die im Westen zunehmend als intolerant und aggressiv gilt: Jährlich konvertieren 4 in Österreich an die 80 Menschen zum Islam, seit den vereitelten Anschlägen von Deutschland stehen sie im Zwielicht  5. Amina Baghajati und Muhammad Abu Bakr Müller leben ihren Glauben unterschiedlich aus: Die eine spricht vom aufgeklärten Islam, der andere lebt in Polygamie 6. Ein Besuch bei zwei Konvertiten.

Es war kein Traum und auch keine Vision, die Muhammad Abu Bakr Müller auf den rechten Weg brachte, sondern ein Mückenschwarm. Hätten die Moskitos an jenem Abend in dem anatolischen Kaff 7 nicht so hartnäckig gestochen, der junge Steirer wäre im Bett geblieben und sanft entschlummert 8. Er hätte seine erste Gebetsstunde verpasst und wäre nie im Haus von Scheich Ahmed Efendi 9 gelandet, dessen "geistige Erleuchtung" förmlich greifbar war. Ob er Muslim werden wolle, fragte ihn der Scheich nach ein paar Tagen. Müller zögerte keine Sekunde. 10

Heute, gut 25 Jahre später, hockt 11 Müller, Konvertit und Künstler, im Schneidersitz im Kellergewölbe seines Domizils in Deutschfeistritz 12. Er trägt Turban, einen Kaftan 13 und einen grauen Rauschebart 14, seine Stimme ist hell und klar. "Dieses Europa hat keine Zukunft", sinniert 15 Müller: "Der Islam wird kommen. Aber nicht durch Bomben." Obwohl er für moslemische Attentäter durchaus ein gewisses Verständnis aufbringe 16.

Der Glaube verbiete Selbstmordkommandos oder Attacken auf Frauen und Kinder, sagt Müller, Terror wolle er nicht rechtfertigen. Doch verwunderlich seien solche Reaktionen nicht. "In den vergangenen 300 Jahren 17 wurden die Muslime nur überfallen", meint er, "die wahren Vorbilder der Terroristen sind Amerika und Europa 18, die ihnen ständig Bomben auf den Kopf schmeissen".

Sätze wie diese klingen in westlichen Ohren verdächtig. Seit die deutsche Polizei einen zum Islam übergetreten Mann festnahm, der hunderte Kilo Sprengstoff gehortet haben soll, stehen Konvertiten im Fokus der Öffentlichkeit (siehe unten). Auch in Österreich leben Umsteiger. Muhammad Abu Bakr Müller ist eines der schillerndsten Exemplare 19.

Den einen Vornamen hat er sich vom Propheten geliehen 20, den anderen vom ersten Kalifen. Und auch sein Leben passt Müller Koran und Überlieferung an. Keine sturen Regeln aus dem Mittelalter, meint er, jede einzelne habe ihren Sinn 21. Das wallende Kleid trägt er, weil Jeans beim Beten zwicken und spannen. Wer mit den Fingern esse, verbrenne sich nie den Mund und sei außerdem gezwungen, sich die Hände zu waschen. Ein Turban wiederum gebe ein Gefühl, als habe man sich "in den Islam eingewickelt".22

Gerne übernahm Muhammad Abu Bakr auch die Sitte, sich mehrere Frauen auf einmal zu gönnen. Zwei Lebensgefährtinnen 23 hat er, die eine schenkte ihm drei, die andere vier Kinder. Ein "Ausdruck der natürlichen Verhältnisse", meint Müller. Ob Frauen auch das Privileg der Polygamie zustehe? "Das wäre vollkommen pervers", sagt der Familienvater, "und biologisch sinnlos."

Per Telefon bestellt Müller Tee mit Milch. Die Getränke holt er dann aber selbst, er ist dagegen, dass seine Frauen sich Gästen zeigen. 24 "Die beiden selbst wollen das noch viel weniger", versichert Müller. Im Gegensatz zur europäischen Gesellschaft, wo schon Kindern eingetrichtert werde, sie müssten sich nackt gegenseitig anschauen, sehe der Islam Schamhaftigkeit nicht als Krankheit. "Ein verlangender Blick der Männer ist wie Ehebruch 25", sagt er, "das lässt sich am besten verhindern, wenn die Frauen nicht dabei sind."

Müllers Partnerinnen tragen deshalb Kopftuch. Er selbst hält es auch für eine "sehr gute Sache", wenn sich Frauen das Gesicht verschleiern, doch das würde die Leute im Dorf 26 "im Moment überfordern". Ob all diese Gebote nicht stets zulasten der Frauen gingen, die hinter Mauern und Stofffetzen versteckt werden? "Wieso?", fragt Müller. "Das geht nur auf Kosten der Männer, die die Frauen nicht mehr anschauen können. 27"

Nichtmuslime leben wie Rauschgiftsüchtige", sagt Müller, sie bräuchten ständig Unterhaltung, um die innere Leere zu überbrücken. "Sie sehen das Leben als Paradies, aus dem sie möglichst viel herausholen müssen. Muslime wenden sich mehr dem Jenseits zu, sie begreifen das Leben als Gefängnis 28. Aber gerade das gibt ihnen die Freiheit, sich von Zwängen zu lösen." Wählen geht Müller nicht, weil keine Partei die Islamischen Werte vertrete. In einem Staat, wie ihn sich der Konvertit vorstellt, wäre das Oberhaupt der religiösen Gemeinde auch politischer Führer, dem Willen Allahs verpflichtet 29 Richter müssten nach Islamischem Recht urteilen, in letzter Konsequenz auch auf Körperstrafen wie Handabhacken zurückgreifen 30.

Über Abtrünnige vom Islam sei "ein Todesurteil" zu verhängen, ist auf Müllers Homepage zu lesen, da seien sich die Rechtsschulen einig. 31 Den offiziellen Vertretern der österreichischen Muslime ist der Internetauftritt seit Langem ein Dorn im Auge, auch weil dieser unter dem prominenten Namen www.Islam.at firmiert. "Müller zimmert sich in seinem Haus eine eigene Welt zusammen", sagt Amina Baghajati 32, Sprecherin der Glaubensgemeinschaft.

Eigentlich würde sich Baghajati an jenem Nachmittag lieber auf ihre Familienfeier zum Beginn des Fastenmonats Ramaḍaan einstimmen. Doch ständig läutet das Telefon, wie immer, wenn Islamistische Attentäter durch die Medien geistern. Routiniert distanziert sich die eloquente Frau im Namen der Muslime vom Terror, sie ist das Sprachrohr der Islamischen Glaubensgemeinschaft und beinahe auch schon ihr Gesicht 33. Ein sorgfältig drapiertes Kopftuch verdeckt das Haar bis auf die letzte Strähne. Nur die blonden Augenbrauen verraten, dass Baghajatis Wurzeln weder in der Türkei noch in der arabischen Welt liegen.

Aufgewachsen ist Baghajati im deutschen Mainz. Schon damals habe sie sich unbewusst zum Islam hingezogen gefühlt, erzählt sie, was ihr aber erst später dämmerte. Die katholische Mutter legte die Stirn in Runzeln, als ihre Tochter zu einer Schallplatte über die Märchen von Tausendundeiner Nacht inbrünstig "Allah ist groß" mitsang. In der Schule fragte sich Baghajati insgeheim: Was, wenn Mohammed doch Recht hat?

Zum Übertritt brachte sie dann paradoxerweise Salman Rushdie. Auch Baghajati war empört, als die iranischen Mullahs auf den britischen Schriftsteller Kopfgeld aussetzten. Sie ging in eine Buchhandlung, um sich Rushdies "Satanische Verse" zu kaufen. Heraus kam sie mit dem Koran. "Gegen das Todesurteil bin ich aber nach wie vor", betont Baghajati.

Seit sie ein paar Jahre später auch das Kopftuch anlegte, übt sich Baghajati im Spagat, dennoch ein aufgeklärtes Bild zu vermitteln. Ihr beiden Töchter müssten selbst entscheiden, ob sie es der Mutter gleichtun sollen, und selbstverständlich dürften sie auch auf Skikurs und zum Schwimmunterricht.

Dass die "Chancengleichheit", die Baghajati fordert, in muslimischen Familien oft inexistent ist, hält sie für ein kulturelles, nicht Islamimmanentes Problem. Aber erlaubt der Koran nicht den Männern wörtlich, ihre Frauen zu schlagen, wenn diese "sich auflehnen"? Die Übersetzung dieser Passage aus dem Arabischen sei nicht eindeutig, kontert Baghajati. Vom Vorbild Mohammed sei jedenfalls überliefert, dass er nie Frauen geprügelt habe.

"Wollt ihr nicht nachdenken?", mahnt der Koran. Baghajati nimmt das als Auftrag, das Wort Allahs zeitgemäss auszulegen. Dass den Interpretationsspielraum freilich auch konservative Kräfte nützen, gibt sie zu: "Manche Männer nehmen den Schutz der Frauen zum Vorwand, um diese zurückzudrängen." Warum dann auch in offiziellen Wiener Moscheen weibliche Besucher oft in finstere Ecken gepfercht werden? "Mit Abwertung hat das nichts zu tun", beteuert Baghajati: "Oft wollen die Frauen Plätze abseits, um nicht dicht gedrängt mit den Männern beten zu müssen. Deshalb wär ich für neue, geräumige Moscheen. Leider fehlt es am Geld."

Wegen der Konvertiten platzen die Gotteshäuser freilich nicht aus allen Nähten, obwohl Baghajati stärkeren Zustrom als vor zehn Jahren registriert. Hang zum Eiferertum vermutet sie nur bei Einzelnen, die aus politischen und nicht religiösen Gründen zum Islam wechseln.

Muhammad Abu Bakr Müller hingegen setzt große Stücke auf die Erneuerungskraft seinesgleichen, weil Zuwanderer ja in der Regel "dem Westen nachlaufen". Dass Neo-Muslime Attentate planen, glaubt er aber ebenso wenig wie "die Mär von der Existenz Al-Kaidas". 9/11 hält Müller am ehesten für eine "selbst gestrickte" Aktion des CIA, die Geschichte vom in Deutschland vereitelten Bombenanschlag für einen Schmäh. Und der sichergestellte Sprengstoff? Müller lächelt milde. "Also mir hat ein Chemiker gesagt, das gefundene Zeug eigne sich bestenfalls zum Haarefärben."



1  Was dieser Titel bedeuten ist unklar, zumal es diesen Weg nie gab; vermutlich eine Analogie,  der die allgemeine Verwechslung von “Islam“ und „Kultur“ zugrunde liegt; ich habe aber nicht eine Kultur, sondern eine Religion (Diin) angenommen;

2  In Deutschland gab es Verhaftungen von angeblich zum Islam Konvertierten zum Islam und so haben auch Österreichs Medien Geschäft gewittert; Gerald John, Journalist des Standard kam also, um mich als Konvertit zu interviewen- Mir war wohl bewusst, dass er als Nichtmuslim, über Islam schwer berichten wird können, fehlt ihm als Nichtmuslim doch das Verständnis für die einfachsten Dinge des Islam. Zusätzlich hat er den Auftrag der Zeitung, nur solche Artikel zu produzieren, welche die Auflagen steigern. Trotzdem ist es unangenehm, wenn das, was man dem Journalisten erzählt hat nicht nur verdreht wird, sondern auch gleich die eigene Familie beschmutzt wird; schlimmer aber ist, wenn der Islam dabei entstellt wird. Es drängt sich daher die Frage auf, was mit Pressefreiheit eigentlich gemeint ist. Der Artikel des John, versehen mit meinen Fussnoten, dient als Beispiel für eine, sich in den Medien und Mündern der Politiker, inhaltlich ständig  wiederholende Story.

Die heutige Situation erinnert stark an die Zeit in Makkah, als Götzendiener mit grundsätzlich denselben Argumenten wie heute versuchten, den Islam zu verhindern. Können Journalisten lernen, solange sie ihren Job behalten wollen?

3 Islam war in Europa eigentlich noch nie so akzeptiert wie heute, doch den Feinden des Islam und der Muslime gehen die inhaltlichen Argumente gegen den Islam langsam aus und so versucht man Geisteskranke (Terroristen) gegen den Islam zu instrumentalisieren und den Islam dafür in Geiselhaft zu nehmen; als aggressiv wird der Islam deshalb empfunden, weil er jedem das spiegelt, was er selbst macht: Diebe sperren ihre Türen fest zu.

4  Ich sagte zu John, dass ich eigentlich nur am Papier konvertierte, weil ich auch nur am Papier Christ war (.... also eigentlich nie Christ war, es sei denn im Verständnis derjenigen, die glauben die Taufe allein genüge um Christ zu sein; tatsächlich, so erfuhr ich erst kürzlich,  führen einen die röm. kath. Behörden insgeheim als Christen weiter; man kann sich zwar formal abmelden - was ich nie gemacht habe, da ich ja nie Christ war - aber man bleibt angeblich - eben insgeheim - immer Christ!  Wussten Sie das schon?), obwohl ich direkt neben einer Wallfahrtskirche aufgewachsen bin, ministrierte, im Klosterschulinternat war, eigentlich keine negativen Erfahrungen hatte, usw.; und trotzdem, die römisch-katholische Lehre war mir als geschichtliches Ereignis natürlich gut bekannt, aber überlegt, ob ich das, was ich da lernte auch glaubte oder auch nicht - geschweige denn, dass ich die geistige Akrobatik dieser Lehre inhaltlich verstand/verstehe, das hab ich nie; erst als Muslim konnte ich einiges reflektieren. Es gab kaum eine bewusste Verbindung zwischen der formal gelernten Lehre Jesu (der Friede und Segen Allahs sei auf ihm) und meinem täglichen Leben; bestenfalls mal ein schlechtes Gewissen beim Eltern anschwindeln und dergleichen. Als ich dann später „den Islam wieder annahm“ da verspürte ich, dass es gar keine Konvertierung vom Christentum zum Islam gab, sondern nur ein innerliches Annehmen dessen, was durchs römische Christentum verschüttet worden war, in mir aber immer vorhanden gewesen war: alle Menschen sind Geschöpfe des Allmächtigen, und können vor Ihm nur ergeben sein, wie es sich Muslime fünf mal am Tag im Gebetsritual zu verdeutlichen versuchen. Neugeborene sind grundsätzlich Muslime und ohne Erbsünde, doch werden sie nach und nach, meist von ihren Eltern aus diesem natürlichen Zustand langsam herausgeführt, bis sie glauben z.B. Christ oder Jude zu sein.

„Islam“ wird manchmal aber nur scheinbar angenommen, weil in kulturelle Oberflächen ein Wunschdenken hineinprojiziert wird. So kommt es oft vor, dass Frauen (manchmal auch Männer) in Zusammenhang mit einer Heirat den Islam annehmen, eben als das, was ihr Mann als „Islam“ vorgegaukelt hat. Manchmal kommt die Konvertitin dann aber drauf, dass sie zwar durch Allahs Fügung Muslima wurde, aber ihr Mann eigentlich nur den kulturellen Aspekt meinte (also nicht wollte, dass sie betet, Kopftuch trägt, usw.). Allah führt eben manchmal auf seltsame Weise zum Islam. Andere wiederum werden Muslime und kommen dann mit Mitgliedern der Salafi in Kontakt, wo sie Aktivität erleben, dabei aber nicht die geistige Verwirrtheit dieser Gruppe erkennen und diese übernehmen und sich eventuell noch mit angeblichen oder echten Terrorgeschichten zu identifizieren beginnen; kurz es ist nicht immer sicher, ob es sich tatsächlich um einem Muslim handelt, nur weil er sich so nennt; manche verwechseln Islam auch mit kultureller oder nationaler Erbschaft oder mit ethnische Zugehörigkeit.

5  Von den Medien werden sie ins Zwielicht gebracht. Ich erklärte John, dass man doch auch einen christlichen Autofahrer in Wien fragen könne, warum ein anderer Christ in Linz einen Unfall baute; er sei doch auch Christ und sollte dazu Stellung nehmen; oder warum sich jemand wie George Bush anziehe, das ist ein Symbol für Sympathie zum Terrorismus. 

6 Was soll „aufgeklärter Islam“ sein und was soll diese Kraut & Rüben Assoziation mit der Polygamie? Aufgeklärt ist derjenige Muslim, der durch Verstehen des Islam mit Hilfe der Rechtsschulen und den traditionellen Koranexegeten gerade mal ein bisserl grundlegendes Wissen hat, selbst dann, wenn er noch keinen geistigen Führer zur Ausrichtung seiner inneren Qiblah (Ausrichtung) gefunden hat. Nicht aufgeklärt ist derjenige Muslim der meint, dass sich Islam verändern würde, und nunmehr der Qur’aan neu erklärt werden müsse; so jemand ist mit zumindest verwirrt und es ist zu hoffen, das Frau Amina Baghajati - die ich nicht kenne - nicht zu diesen Verwirrten gehör; ich weiß ja nicht ob es stimmt was in der Zeitung steht. Zu denjenigen, die meinen, den Qur’aan und die Sunnah besser als ihre Vorgänger zu verstehen gehören z.B. jene, die glauben, dass Attentate auf zivile Einrichtungen legal seien, weil das auch die Nichtmuslime so machen. Heirat, bzw. Polygamie ist allerdings ein zu umfangreiches Thema um es hier als Fussnote behandelt zu können; die Legalität der Polygamie aber, die ist für Muslime unantastbar; wer sie anzweifelt oder schlecht findet, der zweifelt damit an, was Allah legitimiert hat und gut befunden hat und wer einen Teil der Gesetze Allahs anzweifelt, kann nicht Muslim sein. Das schleimige Gerede, das man hin und wieder zum Thema Polygamie von Muslimen hört oder liest, warum Polygamie „an sich im Qur’aan zwar erlaubt sei“, aber dann doch irgendwie nur als Kriegswitwenheirat gedacht gewesen sein sollte und dass außerdem diese und jene unerfüllbare Bedingungen erstmal erfüllt sein müssten, und die Umstände der Zeit usw., ja, ja, diese Schleimerei, die man im Namen des Islam von sich gibt, ist schan fast so bekannt wie die amtliche Homosexualität und die Prostituierten, mit oder ohne Aufenthaltsgenehmigungen; Plakatwerbung für Sexmessen worauf das christliche Kreuz zwischen den Brücten baumelt, Rauschgift und Nacktheit wohin man blickt, Porno allerdings erst ab 18; aber nur kein Kopftuch und keine Polygamie, denn das Kopftuch ist tatsächlich das Symbol der Unterdrückung des Schlechten, eben vorhin kurz angedeuteten; aber das wird wohl mit der „Wertedebatte die bis ins Alltagsleben reicht“ alles aufgedeckt werden;  und das schützt dann vor Terroristen! ... aber vor welchen?

7 Das “Kaff” (ich weiß nicht, warum John dieses Wort verwendet) war die Stadt Yozgat, und hat  ca. 75.000 Einwohner. Im google-photo konnte ich die schwarze Spitze des Schattens des  Minaretts entdecken, und in dem Gebäudekomplex daneben befindet sich die Tekke und die Wohnanlage mit Garten von Schaikh Ahmad Efendi (möge Allah mit ihm gnädig sein) und auch die Gräber seiner Vorfahren und; vermutlich jetzt auch das von Schaikh Ahmad Efendi; er starb im Alter von 105 Mondschahren bzw. 101 Sonnenjahren.

8 Die Reise war Wien – Tehran Ich arbeitete an einem (Kunst) - Projekt Namens „Oil of Gladness“.  Es war im Jahr 1400 (1980), als sich Österreich einem internationalen Ölimportboykott anschloss; man versuchte wohl der neuen iranischen Regierung  wirtschaftliche Problem zu bereiten, bzw. mitzuteilen, wir sind nicht einverstanden mit eurer demokratischen Entscheidung; der Diktator vorher war uns lieber; Demokratie ist nur dann richtig, wenn das Ergebnis so ist, dass es uns passt, usw. In meinem Leben hatte Tagespolitik kaum Platz, aber das ist mit doch aufgefallen. Ich beschloss, den Boykott in Form einer Kunstaktion zu untergraben: ein Fass (damals schrieb man noch Fass) Erdöl persönlich über den Landweg zu importieren und nannte dieses Projekt „oil of gladness“. Im Wiener Künstlerhaus vereinbarte ich einen Termin zur Ausstellung des importierten Erdöls und fuhr alsbald mit Frau im Kombi Richtung Iran, wo laut Medien nur Blut floss und generell alles schlecht geworden sein sollte; ich hatte gewisse Zweifel und wollte es selbst sehen; jedenfalls wollte ich mit dem Durchbrechen des Embargos meine Gegenposition zum demokratischen Unsinn ausdrücken und auch die götzenartige Position des Erdöls dokumentieren, gewissermassen als Gleichnis für ein allgemeines Zustandsbild des Menschen, das mir damals selbst noch mehr verschleiert war, doch irgendetwas ahnte ich wohl.

So kamen wir nach Mitternacht, ich war sehr übermüdet, zu einer Raststation an der Hauptstrasse Richtung Osten, unweit von Ankara. Tee, Tee aber er machte mich nicht mehr munter. Der Kellner verschaffte uns ein heisses Zimmer unterm Dach. Kaum hingelegt überfielen uns bisher unerlebte Schwärme von Stechmücken, auch Gelsen genannt und machten Schlafen absolut unmöglich; in Panik verließen wir den Raum. Wieder Tee und Gespräche mit dem Kellner, Hhadschi Ali. Der Gebetsruf für das Frühgebet war aus der Ferne zu hören und Ali sagte, er gehe jetzt beten, dort drüben gibt es einen kleinen Gebetsraum für Reisende; das Teehaus groß; hunderte Gäste hatten Platz, doch der Gebetsraum klein, vielleicht konnten maximal zehn Personen dort beten; es war aber niemand außer uns. Zuerst zeigte mir Ali wie man die Waschung macht; ich war damals fast an allem interessiert; überzeugt dass es eine verlorene Lebensqualität, eine geistige, geben muss. Hhadschi Ali sagte, er sein ein Hodscha; jedenfalls machte ich ihm dann die Gebetsbewegungen nach ohne auch nur die geringste Ahnung zu haben was er sprach; es war ja nicht einmal türkisch. Es muss sich da wohl um eine überholte Technik zur VolksbeRuuhhigung handeln; ich bin wohl schon fortgeschrittener um so etwas zu brauchen doch als Bewegungsablauf allemal interessant und vielleicht in der Kunst zu verwenden; irgend so was muss ich damals gedacht haben.  

Hhadschi Ali war erstaunt und fragte mich, ob ich seinen Lehrer besuchen wolle, wobei klar war, das es sich nicht um seinen ehemaligen Schullehrer handelt. Die Zeit war für uns knapp wegen des Termins im Künstlerhaus, aber wir willigten ein. Es war Juli und entsprechend heiss; sehr heiss und es was Ramaḍaan, der Fastenmonat. Noch in Österreich, vor der Abfahrt, beschlossen meine Frau und ich, das Fasten einzuhalten; einerseits zum Ausprobieren was das in einem auslöst, zum andern als Respektversuch gegenüber einer andern Kultur, im Sinne des Projektes „oil of gladnes“. Am Weg zum Lehrer, in der  Stadt Yozgat in Zentralanatolien sah Ali ein Zuckerrübenfeld und bat mich anzuhalten. Er holte eine Rübe, schnitt sie auf und bot uns auch davon an. Ich war sehr verwundert; meine Frau und ich hielten aber das Fasten.

Ein kleine Tür wurde geöffnet und beim Eintreten war mir als verliesse ich die Türkei; nicht deshalb weil nicht alles türkisch gewesen wäre; nein alles war typisch türkisch: kleiner Brunnen im Hof und wunderbarer Duft des Jasmin und trotzdem wie eine andere Welt; für mich absolut unerklärlich. Meine Frau wurde zu den Frauen geführt und ich zu den Männern, Dort sass Ahmad Efendi unbequem mit einigen Gästen an einem kleinen Tisch; Tee wurde serviert. Kein Wort konnten wir miteinander reden und das blieb so für die nächsten drei Gasttage, bis der Sohn aus Ankara kam und die Frage übersetzte, ob ich Muslim werden möchte. Diese Frage beantwortet ich „sofort“ mit ja, aber davor überlegte ich eine Sekunde lang alles ganz genau. Diese Sekunde war so lang, dass ich mein gesamtes Leben im Sinne seiner geistigen Entwicklung sah und wusste, dass es zu einem Ende käme, wenn ich den Islam verweigerte. Ohne Absprache nahm auch meine Frau den Islam an; ich vermute, sie folgte mir da „instinktiv“ nach. In den drei Tagen gab es nie Erklärungen oder Fragen über den Islam, doch bei allen Gebeten in der an das Haus angeschlossenen Moschee umgab mich eine Atmosphäre, deren geistiger Kontext wohl in die Zellen meines Körpers gedrungen sein musste da mein Gebet ja nur aus formaler Nachahmung eines Bewegungsablaufes bestanden; den sparchlichen Teil des Gebetes kannte ich nicht. Meine Einschätzungen der Lage waren so spekulativ, wie die eines nichtmuslimischen Journalisten, der z.B. meint, dass Muslime rückständig sind und Schweinefleisch früher verboten war, weil es keine Kühlschränke gab; die Muslime müssten erst einmal die Entwicklung kapieren; eine „Aufklärung“ hinter sich bringen, usf. Als ich dann in anderen Moscheen betete fehlte diese Atmosphäre; es hat recht lange gebraucht, bis ich draufkam, dass diese Atmosphäre mit etwas zu tun hat, das man nicht aus Büchern lernen kann. Es ist das, was die Suufis in ihren Herzen bewahren und durch scheinbar äussere Dinge, ihre Lebensweise (die Religion), schützen. Jahre später ermöglichte mir Allah , das Licht wieder zu finden, und noch viel umfassender; es war wiederum bei einem Schaikh in der Naqschbandi Tariqat.

9 Scheich Ahmed Efendi ist Hacı Kavukçuz'ade Ahmed Hamdi Efendi - möge Allah mit ihm barmherzig sein - und lebte von  1892 bis 1993 und ist ein Schaikh der Naqshbandi Tariqat,  einem so genannten „Suufi Orden“. Als ich den Islam durch das Licht, welches ich durch Schaikh  Ahmad Efendi empfing, annahm, da sprach ich dann die Schahaadah (Glaubensbezeugung) vor Zeugen, hatte aber kein Wissen von dem was man üblicherweise den Islam nennt; ich dachte mir, wenn dieses Licht, das da durch Ahmad Efendi zu mir strömte, der Islam ist und ich verweigere diese Realität, dann bin ich ein Selbstbetrüger und kann mir in Zukunft bei meiner Suche nach Lebensqualität nicht mehr vertrauen; all mein Suchen der vergangen Jahre wäre umsonst gewesen. Sicherlich wusste ich damals schon, dass Luxus eine Zelle im Gefängnis namens Dummheit ist und war überzeugt, dass Religionen etwas Gemeinsames haben. Wieder in Wien, ging ich zur neu erbauten Moschee um Informationen über den Islam zu holen: ich bekam ein Heftchen, doch begegnete mir dort nichts von dem Licht wie ich es von Schaikh Ahmad Efend kannte; eher nur Dunkelheit, als würde es sich hier um einen „anderen Islam“ handeln; ich wusste damals noch nichts von Sekten und was Wahabismus beutet. Es vergingen Jahre, bis ich einen Muslim traf, den ich wieder ernst nehmen konnte; wo das tägliche Leben mit dem was er sagte in Zusammenhang stand, wo ich die Suche, anknüpfend an den letzten Lichtpunkt, wieder fortsetzen konnte. Dass mich Allah bei Schaikh Ahmad Efendi die Bayah (das Treueversprechen) in der Naqshbandi Tariqat (Suufiweg) nehmen liess, also die Schahaadah (die Bezeugung, dass keine Gottheit außer Allah ist und Muhammad Sein Gesandter ist, das wurde mir erst viel später bewusst; nachdem ich den Weg der Suufis, der nicht trennt zwischen Religion und täglichem Leben, nunmehr wissentlich einschlug.

10 Weil ich immer wieder danach gefragt werde wie ich Muslime wurde, nehme ich mir vor, irgendwann diese Geschichte aufzuschreiben - inschaa’Allah (wenn es Allah will); bis jetzt bin ich aber nicht dazugekommen und es ist auch nicht so leicht über eine Sekunde ein Buch zu schreiben; aber auch nicht von kurzen äusseren Ereignissen, wie der Artikel von Gerald John zeigt; Interessen verstopfen Ohr und Tinte.

11 Entweder hocken oder sitzen; ich bin nur gesessen. Was will ein Journalist ausdrücken, wenn er ganz bewusst hocken statt sitzen schreibt?

12  Es sind jetzt gut 27 Jahre und  entweder „hocke“ ich oder sitze ich im „Schneidersitz“, eines schliesst das andere aus; Tatsache ist, dass John, während er bei mir war, sich beim „Sitzen“ am Boden, was von vielen Menschen arrogant als Rückständigkeit oder Unzivilisiertheit betrachtet wird, etwas schwer tat; ich habe John einen Sessel angeboten, doch bevorzugte er das Sitzen am Boden. Das Kellergewölbe ist mein Atelier. Wäre John von seiner Zeitung beauftragt worden einen Bericht über den Künstler Müller zu verfassen, hätte er wohl ausschließlich das Wort Atelier verwendet und von Kellergewölbe wäre wohl kaum die Rede gewesen. Was aber wichtig ist: Das Sitzen am Boden, ist eine sehr wichtige Sunnah, also etwas, das der Prophet Muhammad (möge der Friede und Segen Allahs auf ihm sein) nicht nur gemacht, sondern auch empfohlen hat. Man mag vielerlei Vorzüge gegenüber dem Sitzen auf einem Sessel entdecken, das Wesentliche aber ist es für Muslime, der Sunnah zu folgen, ganz ungeachtet dessen, ob man die Vorzüge einer Sunnah kennt oder nicht; das Nachahmen der Sunnah selbst ist schon ein wesentlicher Sinn. Der Sessel ist doch eine Krücke, meist für ältere Menschen oder gewisse Arbeiten oder für Könige als Thron, usw., die den Raum verstellt; manchmal auch sinnvoll als Isolierung, wenn der Boden zu kalt oder zu heiss oder zu nass ist, usw. und hat sich im Sinne der kurzfristigen Bequemlichkeit durchgesetzt.

 

13 Der Kaftan (entlehnt vor dem 16. Jh. aus türkisch kaftan, von arabisch quftan, persisch haftan, "unter dem Panzer zu tragendes Gewand") ist ein langes Woll- oder Seidenhemd aus Brust- und Rückenstück, das über den Hüften gegürtet wird. Gewöhnlich trugen Männer den Kaftan bis zu den Kniekehlen, Frauen bis zu den Knöcheln. Muslime trugen bis vor kurzem weltweit lange Hemden, da sie dies tun um der Sunnah (Lebensführung) des Gesandten Allahs zu folgen (möge der Friede und Segen Allahs auf ihm sein); die östlichen Juden (eigentlich die Nachkommen der Khasaren, ein Stamm Zentralasien, der das Judentum annahm und später u.a. auch nach Österreich getrieben wurde und heute die Mehrheit der Bevölkerung Israels darstellt und keine Juden im genetischen Sinn sind, usw.) haben früher, so wie heute noch einige Muslime, der Sunnah der früheren Propheten (der Segen Allahs sei auf ihnen allen) zu folgen getrachtet und so kommt es jetzt in Österreich zu der neuen Tracht mit langem Hemd. Also wenn die steirischen Schneider und der gute Stoff nicht so teuer wären, hätte ich mir schon längst einen „Kaftan“ mit Hirschhornknöpfen nähen lassen; man kann sich ja als Muslim der Kultur durchaus sinnvoll anpassen, sofern es nicht der Sunnah, also dem Islam widerspricht. Krawatten tragen dagegen bedeutet heute symbolisch: “sich dem Demokratismus unterworfen zu haben “ und ist daher für Muslime untersagt; früher haben dei gelhrten gesagt, das Grawatten Symbol der Christen sind; doch heute passt Demokratismus besser.

14 Grauer Rauschebart; woher kommt dieser Begriff?

15 „Dieses Europa hat keine Zukunft", sinniert Müller; war keineswegs sinniert (gegrübelt) sondern ist eine klare Feststellung, aber der Journalist hat den Kontext abgehackt, denn ich erklärte, dass die „geistige Entwicklung“ Europas ohne Islam nicht weiterkommen kann; hier ergänze ich: „Europa kann ohne Islam geistig so wenig weiterkommen, wie ein Segelflugzeug ohne Aufwind fliegt“. In der europäischen Kunst sieht man deshalb viele Versuche künstlichen Wind zu erzeugen, da Künstler meist sensible Wesen sind, die Daarunter leiden wenn es geistlos ist; allerdings wird der Geist geleugnet, bzw. als etwas definiert was er nicht ist und entsprechend widersprüchlich ist die Situation. Da der Geist aber keine individuelle Sache ist, sondern unter dem Befehl Allahs steht, bleibt nur mehr die letzte Offenbarung und das ist der Islam. Europa glaubt derzeit, dass Geist so eine Mischung zwischen denken und dem, was als Psychologie gilt, sei; dies ist so, als würde man ein Stück Holz als Blut bezeichnen. Also Europa hat jede Menge geistige Zukunft, aber die liegt im Islam. Siehe meine künstlerische Arbeit namens  basis.tunnel, in der ich dieses Thema auf fünftausend Jahre projektiert habe; es wäre die Arbeit des Journalisten gewesen dies zu recherchieren.

16 „Obwohl er für moslemische Attentäter durchaus ein gewisses Verständnis aufbringe.“ Hier hackt mir John die „Hand“ ab, oder unterstellt mir gefühlsmässig Terrorismus; nachstehende Erklärungen ändern daran nicht wirklich etwas. Nachdem ich diesen Schwindel las, forderte ich John auf, zumindest in diesem Punkt eine öffentliche Entgegnung „einzurücken“ (wie er es nannte) und erklärte John in einem E-mail: “ich verstehe warum es Terroristen gibt“ und der Unterschied im deutschen Sprachgebrauch ist äusserst präzise; sie unterstellen mir mit „Verständnis für“ in aller Öffentlichkeit, eine Art Akzeptanz des Terrorismus zu haben; hingegen ist „verstehen von“ (wie etwa auch Chomsky dies tut; allerdings ist Chomsky nicht Muslim) geradezu eine Notwendigkeit, welche den meisten Politikern zumindest öffentlich fehlt. Es ist vollkommen eindeutig, dass diejenigen, welche zivile Anschläge durchführen (mit welchen Argumenten auch immer), vermutlich mehr und mehr zum Terror greifen werden, wenn die Inspiration dazu, nämlich der staatliche Terror und Raub nicht aufhört;  .............“.und im Lexikon steht:

 

Verständnis haben

to appreciate

 

Verständnis {n}

insight

 

Würdigung {f}; Schätzung {f}; Verständnis {n}; Dankbarkeit {f}; Honorierung {f}

appreciation

 

Begriffsvermögen {n}; Fassungsvermögen {n}; Verständnis {n}; Einsicht {f} (für)

comprehension (of)

 

mit jdm. mitfühlen; für jdn. Verständnis haben

to feel sympathetic to sb.

Entnommen von: http://dict.tu-chemnitz.de/dings.cgi?lang=de&service=deen&opterrors=0&optpro=0&query=verst%E4ndnis+&iservice=&dlink=self&comment=

17 Die 300 Jahre sind eine gefühlsmässige Zahl; ich hätte auch 500 oder mehr sagen können. Der Terror begann, als Kain den Abel erschlug. Menschen empfinden meist nicht mehr als siebzig Jahre zurück, denn dann leben weder Opfer noch Terroristen und die Angelegenheit wird abstrakt für die Nachfolgegenerationen. Die aktuelle Situation wird immer in einem großgeschichtlichen Kontext verstanden und so kommt es, dass die meisten Muslime wissen, dass zuerst die Einheimischen Islamleugner von Makkah den Islam zu vernichten versuchten, dann die einheimischen Juden in Medinah, sodann die „Römer“ die Scham (Syrien) besetzt hielten und dann die Perser, usw...; die Muslime verteidigten ihren Lebensweise (Religion), und dies begünstigte wohl die Ausbreitung des Islam. Und was ist heute?

18  Die englische Kolonialgeschichte mit den Blutbädern in muslimischen Gebieten braucht wohl nicht erklärt zu werden und die aktuellen amerikanischen Invasionen mit Verbündeten wohl auch nicht. Es ist ganz klar, dass dies Reaktionen hervorruft, legal oder illegal hat selten jemanden gekümmert in der Geschichte und es lässt sich damit auch nichts erklären.

19  Es ist interessant, dass ich zoologisch eingeordnet werde; was schillert ist ein Rätsel; jedenfalls die Logik der gesamten Überlegung hat mit mir ja rein gar nichts zu tun und hat im Grunde einen rassistischen Zug; anderseits ist es die Selbstdarstellung derjenigen, die so denken: möglichst verblödeln was man nicht erklären will; das ist Standard in Österreich: Es kommt immer wieder vor, dass einem interessierte Nichtmuslime Fragen zum Islam stellen; kommt dann aber ein Freund des Fragenden hinzu, verschwindet jede Ernsthaftigkeit aus seinem Gesicht und die Fragen werden (aus Angst, aufgedeckt zu werden), in ein Geblödel verwandelt.

 20 Frei erfunden; den Namen „Muhammad“ hat mir die Bezirkshauptmannschaft  Graz-Umgebung gestattet, weil der Beamte behauptete, dass der Name Abu Bakr nicht als männlich erkannt werden könne; und den Namen Abu Bakr hat mir Schaikh Ahmad Efendi verliehen, als ich Muslim wurde; vielleicht weil ich den Islam ohne Fragerei akzeptierte und dies eine Eigenschaft von Abu Bakr Siddiq (Möge Allah mit ihm zufrieden sein), dem ersten Khalifen, war.

21 Der heilge Qur’aan beinhaltet u.a. viele Gleichnisse, die immer aktuell sind; nur der Background der Geschichte ist jetzt schon 1400 Jahre alt; für den, der sich dadurch nicht verwirren lässt, ist das kein Problem.

22  Muslime sollten der Sunnah, das heisst der Lebenspraxis des Propheten (der Friede und Segen Allahs seien auf ihm) so weit sie können folgen; das Befolgen der Sunnah „an sich“ ist allein schon ein Motiv, denn dadurch wird sie lebendig gehalten; jede Sunnah hat aber auch ihren praktische Aspekt, auch wenn er nicht von jedem verstanden wird. Wenn ich z.B. verstehe, dass eine zwickende Jean für Muslime nicht günstig ist, so ist nichts dagegen zu sagen, das wesentliche Motiv bleibt es aber, der Sunnah zu folgen, da sie ein Fixbestandteil des Islam ist; wer die Wichtigkeit der Sunnah bewusst leugnet, hat nach Ansicht aller vier Rechtsschulen den Islam verlassen. Heute belächeln manche von denen die sich Muslime nennen (in ihrer geistigen Verbundenheit zu Nichtmuslimen) das Tragen eines Turbans, usw.; sie nennen das die „unwichtigen äusserlichen Dinge“, obwohl sie merken müssten, innerlich dazu nicht in der Lage zu sein einen Turban zu tragen. Die Einteilung in „äusserlich und innerlich“ ist zwar manchmal ein sinnvolles sprachliches Hilfsmittel, doch letztlich nur eine Illusion, die zum inneren Säkularismus führen kann.

23 Es ist für Muslime keine Sitte, sondern eine Möglichkeit, mehr als eine Frau zu heiraten; man gönnt sich auch nicht mehrere Frauen, sondern heiratet sie, was in Österreich amtlich aber nicht möglich ist. Jedenfalls haben sie für den Muslim den Status einer Ehefrau und nicht der einer Lebensgefährtin, was für Muslime gar nicht erlaubt ist. Hier fällt auf, dass einerseits das röm-kath Gesetz der Einehe als säkular ausgegeben wird und andererseits Islam sicher nicht anerkannt ist, denn sonst wäre die Mehrehe amtlich ja möglich; schon Kaiser Franz Josef hat den Muslimen die Mehrehe nicht gestattet. Ja, es ist zu verstehen, dass da vielen Europäern die Phantasie durchgeht. Die Islamische Ehe hängt mit vielen Islamischen Rechtsfragen zusammen die allesamt in Österreich amtlich nicht existieren.

24 Dagegen, dass sich Frauen unnötig männlichen Gästen zeigen; an sich ist es nicht eine Frage meines Dagegenseins, vielmehr ist es einfach nicht erlaubt, wenn keine klar ersichtliche Notwendigkeit vorhanden ist. Nicht selten jedoch ergibt sich in Europa die Notwendigkeit im Sinne der Kommunikation über den Islam.

25 Hier habe ich die Bibel zitiert; im Kontext der Prostitutionskultur Europas;

26 Nicht nur im Dorf, beinahe ebenso in der Stadt; jeder Mensch hat eine Aurah. Das ist der Körperbereich, der in der Öffentlichkeit nicht gezeigt werden soll. Bei Frauen sind Gesicht, Hände und Füsse in der Öffentlichkeit ausgenommen. Beim Mann reicht die Aurah vom Nabel bis zum Knie.

27 Da hab ich vergessen zu sagen, dass Frauen natürlich auch in der Öffentlichkeit gesehen werden wollen; die Blicke die sie dann, je nach Intensität der Nacktheit empfangen, sind ja oft Ausgangspunkt für allerhand. Was aber Voraussetzung ist um das ganze Thema der Verschleierung zu verstehen, ist der Glaube, dass man sich auf einem heiklen geistigen Weg zur Nähe Allahs befindet und versucht wird diesen Weg vor allerhand Gefahren zu schützen; der Weg ist wissentlich viel wichtiger als das kurze Vergnügen. Für diesen natürlichen Schutz ist uns Menschen die Schamhaftigkeit angeboren, so wie wir das Augenlicht haben, um nicht zu stolpern. Leugnet man aber den geistigen Weg, so bleibt nur das Absammeln von möglichst viel Vergnügen ohne dabei weiterzukommen, und die Verschleierung gibt dann nur den Sinn der Unterdrückung. Diejenigen also die behaupten, dass der Schleier eine Unterdrückung sei haben in ihrem Sinn durchaus Recht, so wie man auch einen Sicherheitsgurt als Unterdrückung empfinden kann. Unterdrückung eines Schadens ist eben was Gutes.

28 Es ist eine beabsichtigte Zuwendung; Vergnügen wird keineswegs negiert, doch versucht der Muslim darauf zu achten, dass er dadurch keinen Schaden nimmt; die Grenzen kennt man aus dem Qur’aan und der Sunnah; die Wissenschaft, die auch diesen Bereich genauer untersucht hat, wird Taßauwuf oder Sufismus genannt.

29 Jeder Mensch versucht im Einklang mit dem zu handeln, was er als wahr oder recht betrachtet. Muslim ist man dann, wenn man an das glaubt, was im Qur’an offenbart wurde und wenn man den Anweisungen des Propheten (der Friede und Segen Allahs seien auf ihm) zu folgen beabsichtigt. Wenn ein Muslim z.B. als Führer gewählt wird, oder er putscht oder er erbt ein Königreich, usw., so bleibt er doch - wie der kleinste Mann auf der Strasse - der Lehre des Islam verpflichtet. Es gibt nichts was von einer „Kirche“ getrennt werden könnte, weil der Islam keine Kirche und keine Priester hat; man müsste sagen, jeder Muslime ist Priester; zwangsläufig auch Führer eines Gebietes, Volkes, Staates. Nichtmuslime tun sich schwer das zu verstehen, weil sie in Kirchenstrukturen aufgewachsen sind und es ist nur verständlich, dass es als Fortschritt erklebten, Staat und Kirche zu trennen; man weiß ja wie viel Scheiterhaufen gebrannt haben und der deutsche Führer hat diese Tradition unter anderen Namen fortgesetzt; das ergibt nur für diejenigen Muslime einen Sinn, den Islam irrtümlich als Kirche mit Priestern erleben.

30 Handabhacken, diese Frage war natürlich am Fragebogen; aber auch schon die Antwort darauf, weil jeder Journalist weiß, dass es diese gesetzliche Möglichkeit gibt; ja jeder Journalist, der vom Islam gehört hat, auch weiß, dass diese Gesetze zu ändern, niemand jemals ermächtigt sein kann. Also eigentlich eine absolut unsinnige Frage, mit der nur versucht wird negative Gefühle hochzuschaukeln, denn kein geistig gesunder Mensch liebt das Handabhacken, ja es ist eine grauenvolle Vorstellung;  Nichtmuslimische Journalisten lieben es aber mit solchen Vorstellungen zu spielen und so wird die vorweg bekannte Antwort jedes Muslim zum Beweis, dass Konvertiten eben böse sind und Hände abhacken wollen. Was ich John erklärte ist, dass der Hauptsinn des Handabhackens nicht die Bestrafung ist, denn die Strafe von Allah kommt sowieso. Der Mensch soll erfassen lernen, dass eine stehlende Hand nicht sinnvoll ist und besser eine fehlende Hand in der Stadt als viele Diebe, welche den Mensch viel Schaden zufügen; nicht nur materiellen, nein, der seelische Schaden ist viel größer. In dieser Hinsicht kann sich jeder den globalen Raub überlegen und fragen, welche Führer ohne Hände rauben müssten. Dann kommt noch hinzu, dass dem Dieb vom Bestohlenen verziehen werden kann, das ist eine wichtige Dimension. Niemand will Handabhacken, aber es gibt diese Strafmöglichkeit. Welche Strafen aber auf journalistischen Missbrauch dieses Themas stehen ist mir nicht bekannt; man muss eben noch warten und überhaupt ist es interessant, dass gerne die unrealsten Themen behandelt werden während mit Menschen im Reagenzglas gebastelt wird.

 

31 Unter der Überschrift: „Kann man aus dem Islam "austreten", wie z.B. aus der katholischen Kirche? schrieb ich:

„Nein, da Islam keine Kirche, sondern eine von Kirchen unabhängige Wahrheit ist, die keine Priester oder amtliche Seelsorger oder eine Kirchensteuer kennt. In allen Rechtsschulen ist es eindeutig, dass nach Vergewisserung und eventueller Beugehaft, ein gerichtliches Todesurteil über den murdad (Islamverlasser, Abtrünniger) zu verhängen ist; an sich hat sich der murdadd ja durch seinen Schritt - den Islam zu verlassen- bereits selbst die schlimmste Bestrafung eingehandelt (das ewige Feuer nach dem Tod) und so gesehen wäre ein Todesurteil als Strafe überflüssig, doch ist die Gesellschaft der Muslime zu schützen.  Auch das kann in jedem Standardwerk nachgelesen werden und hat nichts mit meinen Überlegungen zu tun; dass es aber in den Zeitungsartikel „abgehackt“ vom Kontext einfliesst, das ist nur, um sinnlos den Leser zu reizen.

 

Am ehesten ist das Thema der Abtrünnigkeit mit Fahnenflucht in Kriegszeiten zu vergleichen, denn wenn der Flüchtende zum Feind wird und damit beabsichtigt, den früheren Freund zu töten oder zu verraten, so wird das verständlicher. außerhalb von Kriegszeiten beschäftigt diese Angelegenheit nur dann, wenn jemand durch sein Verlassen des Islam bewusst öffentlich wird, und sich dadurch bei Nichtmuslimen Ehre und Geld abholt.

32 Ich kenne Amina Baghajati nicht und auch sie kennt mich nicht; es sei denn  aus den Medien; ihre Vorstellungen muss sie als Sprecherin einer muslimischen Interssensvereinigung von Immigranten kanalisieren, und deren Probleme haben ganz eindeutig weniger mit „Islam“ als mit „Ausländer sein“ zu tun. Was bleibt ist also ein schmales Spektrum, in dem Frau Baghajati reden soll ohne dabei etwas mitzuteilen, wie auch in diesem Artikel; so ein bisserl alles beschwichtigen, wäre ja in Ordnung, wenn es nicht auf Kosten des Islam ginge. Sie lebt im Kartenhaus namens Islamische Islamische Glaubegemeinschaft, und ihre Führung zeichnet sich dadurch aus, dass sie nicht einmal die Interessen aller ihrer Mitglieder vertreten können, aber diese wegen kurzfristigen wirtschaftlichen Vorteilen, meist Ruuhhig bleiben; natürlich darf Frau Baghajati als Sprecherin nicht offiziell nachvollziehen was sie bei Islam.at liest, vielleicht kann sie es auch nicht.

Wer aber über Muslime in Österreich /Europa „nachdenkt“, der kann die „journalistische Handabhackerbande“ durchsichtiger werden lassen oder gar diese und ihre Opfer zu neuen Erkenntnissen führen an Stelle sich aufzuregen, denn abgesehen davon, dass alle Muslime, welche einer der vier Rechtschulen (ahl-u-ssunah wa dschm'a) folgen eine geistige Einheit bilden, gibt es noch andere Frame-Sets, in denen Muslime wahrgenommen werden können, und das ist recht wichtig zu verstehen:

·        Muslime, die hidschrah (Auswanderung) von Daaru-l-Islam nach Daaru-l-Kufr zwecks Wirtschaft machten und sich dort zu assimilieren (keineswegs integrieren), aber kaum noch zu integrieren begannen; diese werden von Nichtmuslimen nicht dafür verantwortlich gemacht, dass sie Muslime sind, sondern dass sie Ausländer sind, (so wie etwa die Vorgesetzten von Frau Baghajati, auch wenn sie längst die österreichische Staatsbürgerschaft besitzen bleiben sie für Österreicher gefühlsmässig Ausländer; zumindest auch in der zweiten und dritten Generation. – Sogar einer der bekannten orientalische Islamfeind, der über Jahrzehnte im Namen des Islam seine Theorien verbreitete und sich dafür von Nichtmuslimen gut bezahlen liess, hatte gegen Ende seiner Kariere die Erkenntnis, noch immer als Ausländer behandelt zu werden, obwohl er offen den Islam verlassen hatte und sich zu „100%“ anpasste. Wenn ich als Österreicher z.B. in Syrien lebten würde, würde ich Österreicher bleiben, auch wenn ich die syrische Staatsbürgerschaft bekäme;  Staatsbürgerschaften haben zwar eine rechtliche Wirkung, im Übrigen sind sie aber eine Luftblase; als "Einheimischer" gesehen zu werden braucht wohl mindestens 100 Jahre, vorausgesetzt, man verlässt rechtzeitig die Lebensweise der Muslime. „Gebürtiger Muslim sein“ wird von Nichtmuslimen meist so aufgefasst, wie sich ein gebürtiger Katholik meist selbst auffasst; d.h., für die Mehrheit ist Islam nur eine säkular - kulturelle Angelegenheit, oder ethnische Herkunft und viele Vereine bestätigen dies, indem, sie sich z.B. Kulturverein, Liga Kultur u.s.f. nennen. kurz: Immigranten können genau so wenig dafür Muslim zu sein,  wie Österreicherdafür können, dass sie Christen sind; als garnix! aber, aber sie müssen sie sich integrieren (wo bei man assimilieren meint).

·        Muslime die Konvertiten genannt werden, weil sie früher als Nichtmuslime galten; diese Gruppe wird von Nichtmuslimen für ihren Islam verantwortlich gemacht, bzw. dafür dass sie bewusst den „Fehler“ gemacht haben, Muslim geworden zu sein; „richtige Muslime“ können sie aber nicht sein, weil sie ja nicht „von da unten“ kamen, was Ausdruck des oben erwähnten Denkschemas ist; jeder Konvertit hört solche Sprüche. Allerdings wird diese Gruppe von Konvertiten auch für all das verantwortlich gemacht, was „echte Muslime“ machen, auch wenn es mit Islam nichts zu tun hat; irrtümlich denken viele Michtmuslime, die “Islamische Glaubensgemeinschaft sei ihre Vertretung, obwohl diese „echten Muslime“ die „nicht echten“ Muslime gar nicht vertreten können, denn, während die „echten Muslime“ die ja alles wissen müssen - insbesondere wenn Arabisch ihre Muttersprache ist -  sich im vollen Schwung zu assimilieren versuchen (wohlgemerkt hier ist nicht integrieren gemeint!) sind ja die „nicht echten Muslime“ (die Konvertiten, die dem Islam  noch nicht so richtig verstehen“) meist in der Gegenrichtung unterwegs (also entfernen sich von der Lebensweise der Nichtmuslime in manigfaltiger Hinsicht des täglichen Lebens) es sei denn, eine „nicht echte Muslima“, wie etwa Frau Baghajati, ist mit einem „echten Muslim“ verheiratet, der - in den Augen der meisten Nichtmuslime, ihre Verantwortung für den „Fehler“, den Islam angenommen zu haben, nicht nur zu erklären scheint, sondern stark reduziert;  insbesondre dann, wenn man Vertuscherin von Zusammenhängen bzw. Sprecherin, des Assimilierungsstromes ist.  ...und wer das nicht versteht, sagt einfach: „der Müller zimmert sich seine eigne Welt“; alles Einbildung, nicht wahr!

 

Die Islamische Glaubensgemeinschaft ist eine säkulare Gruppe, bzw. Interessensvertretung von einem Teil der muslimischen Immigranten; aber auch nur für einen Teil ihrer wirtschaftsbedingten Zwangsmitglieder und Funktionäre; ganz abgesehen von dem persönlichen Interessen, ist es unmöglich, eine Vertretung für sehr unterschiedliche Glaubensrichtungen zu etablieren; doch weil Nichtmuslime einen Ansprechpartner wünschen, der sagt, was der „richtige Islam“ sei, damit man sich dann "auskennt", ist das möglich gewesen; ein gegenseitiges Geschäft. Und so kam es, dass diese "Islamische Glaubensgemeinschaft" in der Öffentlichkeit und in den Medien der Ungläubigen irrtümlich als Vertretung der Muslime oder des Islam gilt; wer aber versucht, sich im System dieser Vereinigung mit Körperschaftsrecht hochzuarbeiten um daran etwas zu verbessern, der wird letztlich selbst Sektenmitglied, sobald er seine Geschäftsmöglichkeiten der ehrenamtlichen Tätigkeit erkennt. Da diese Gruppierung verfassungsrechtlich als eine Art „Kirche“ (mit Seelsorgern) definiert ist, wird sie von der Österreichischen Regierung als ihr Sprachrohr gegenüber Muslimen verwendet; die Konvertiten sollten ja eigentlich auch dazuhören, aber das funktioniert nur solange, bis sie merken was da läuft. Konvertiten können sich unmöglich am "Immigrations- oder AnpassungsIslam" orientieren; ihre Marschrichtung ist gegenteilig. Wenn es darauf ankommt, dass sich z.B. ein Müller als Muslim begraben lassen will,  so er sich ja nicht wie seine immigrierten Brüder in eine Heimat verschicken lassen kann, muss er sich vorher noch schnell zu dieser „Islamischen Kirche“ begeben, um seine Wünsche - einen Islamischen Friedhof genehmigen zu lassen, noch rechtzeitig anzumelden, denn nur diese "Kirche" darf Friedhöfe erreichten. Die Aufgabe einer Glaubensgemeinschaft – ob fiktiv oder echt - wäre es, diese Kirche bzw. diese selbst gezimmerte Welt, schleunigst zu beenden oder im Sinne des Islam zu definieren, denn wer z.B. nicht jederzeit jedem Muslim schriftlich bescheinigt, dass er fünf mal am Tag zur richtigen Zeit beten muss, der gehört nicht mehr zu Ahl-u-Ssunah wal Dschm'a.

Während ich dies schreibe, erhalte ich folgende E-mail aus Luxemburg: ..... „Bei uns laufen zur Zeit Gespräche um die Anerkennung des Islam und die ersten Machtgerangel innerhalb der Gemeinschaft haben begonnen. Eine sogenannte Shourah, die nie von der Gemeinschaft gewählt wurde, hat im stillen Kämmerlein eine Konvention ausgearbeitet und dem Kultusminister übergeben ohne dass ein anderer Muslim sie zu sehen bekam. Der Ministerrat hat inzwischen das Prinzip der Abschliessung einer Konvention mit dem Islam gut geheissen. Du kannst Dir ja vorstellen, dass die Muslime bei uns so eine Vorgehensweise nicht akzeptieren und sehr unzufrieden sind, dass sie sozusagen als unmündig erklärt wurden.“

Der Kaiser Franz Josef hat das 1912 besser eingefädelt als er es wohl ahnen konnte, denn damals, als der Islam im Wesentlichen für Bosnische Soldaten in der K.u.K.- Armee anerkannt wurde, gab es ja nur „echte Muslime“, welche auch bereit waren, für ihre nichtmuslimischen Auftraggeber, gegebenenfalls in den Krieg gegen Muslime zu ziehen; sie verdienten so gesehen ja wirklich den „Anerkennungsstatus“ ;  es kann vermutet werden, dass sich daran nicht viel verändert hat, außer dass es jetzt auch noch „unechte Muslime“ gibt, die da nicht recht ins Konzept passen, - nein, so stimmt es auch nicht ganz, es gibt noch die konvertierten Konvertiten, die passen sogar in die Hofburg zum Fastenbrechen; wie gesagt, das alles ist nur für denkende und man muss es nicht verstehen um Muslim zu sein.

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